Der Fonds plant Investitionen in vermietete Bestands-Immobilien im Euroraum. Ein gemischt genutztes Objekt in Berlin wurde bereits erworben. Die Mindestbeteiligung liegt bei 10.000 Euro. Die prognostizierten Ausschüttungen werden nach der Anlaufphase mit 5,0 Prozent pro Jahr ab 2027 angegeben. Der Verkauf der Objekte wird nach sieben bis zwölf Jahren angestrebt.
Das Zielvolumen des alternativen Investmentfonds (AIF) liegt laut Prospekt zwischen 25 und 250 Millionen Euro Eigenkapital. Eine „gute Zielgröße“ für das tatsächliche Platzierungsvolumen seien 50 Millionen Euro Eigenkapital, sagte Fabian Spindler, Geschäftsführer der Jamestown US-Immobilien GmbH, bei einem Online-Pressegespräch.
Das erste Objekt ist eine gemischt genutzte Immobilie in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte mit knapp 4.000 Quadratmetern Mietfläche, davon rund die Hälfte Büro und jeweils 25 Prozent Wohnungen und Gastronomie/Handel. Weitere Objekte, auch im europäischen Ausland, sind geplant und in der Prüfung. Derzeit seien beispielsweise Spanien und Portugal als Zielländer sehr interessant, sagte Spindler. Steuerlich ist der Fonds gewerblich geprägt.
Weiterhin auch US-Fonds
Daneben will Jamestown weiterhin mit US-Fonds aktiv bleiben und will in diesem Jahr den Jamestown Fonds 33 auf den Markt bringen, der ursprünglich bereits für 2025 geplant gewesen war, aber verschoben wurde. „Wir haben die Situation in den USA zunächst beobachtet“, so Spindler. „Die Wirtschaft zeigt sich aber sehr widerstandsfähig und es bestehen weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten“, betonte er. Die politische Situation bezeichnete er allerdings als „herausfordernd“,
Die Korrektur im US-Büromarkt sei noch nicht abgeschlossen, so Spindler. Der Flächenleerstand ist demnach weiterhin hoch, vor allem bei Objekten mit schlechter Qualität oder Lage. Dort komme vielfach nur Abriss oder Umnutzung in Wohnraum in Betracht. Eine starke Mietnachfrage bestehe hingegen nach hochwertigen Büroflächen in sehr guten Lagen. Insgesamt ist die Nachfrage nach Büroflächen zuletzt deutlich gestiegen, zum Beispiel in New York oder San Francisco, berichtete Spindler.
Die US-Bestandsfonds von Jamestown wurden demnach von den multiplen Krisen der vergangenen Jahre beeinträchtigt. Wichtigste Zielsetzung der vergangenen zwei bis drei Jahre war demnach, dass die Fonds über ausreichend Liquidität verfügen. Jamestown hat die Fonds dazu teilweise finanziell gestützt und beispielsweise Finanzierungen von Banken abgekauft, so Spindler. Ziel ist, dass die Fonds sich mit der Markterholung wieder gut entwickeln. Der US-Fonds Jamestown 32 wurde vor einem Jahr mit einem Volumen von über 100 Millionen US-Dollar Eigenkapital geschlossen und hat bereits ein Objekt mit Gewinn wieder verkauft.















