Versicherer: Ist Deutschland keine Wachstumsregion mehr?

Die CEOs von Versicherungsunternehmen verlieren ihren Optimismus im Bezug auf die weltweite Konjunktur. Besonders der Markt der Bundesrepublik scheint vielen gesättigt. Das und mehr zeigt der 22. PwC Global CEO Survey.

Die befragten CEOs sorgen sich aktuell vor allem um Überregulierung, Populismus und die Effekte des Klimawandels.

An dieser jährlichen Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) zur Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Weltlage für die nächsten zwölf Monate nahmen über 1.300 CEOs aus 91 Ländern teil.

Immerhin 29 Prozent aller befragten Versicherer-CEOs gehen für 2019 von einem sinkenden Weltwirtschaftswachstum aus. Noch 2018 waren es nur zwölf Prozent.

Fast ein Drittel (31 Prozent) rechnet 2019 mit einem gleichbleibenden Weltwirtschaftswachstum – sechs Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Ganze 40 Prozent erwarten ein stärkeres Wirtschaftswachstum. 2018 tat das noch die Hälfte (50 Prozent) aller Befragten.

Deutschland verliert Top-Platzierung

Im Ranking der wichtigsten Wachstumsregionen der Welt haben die USA mit 16 Prozent der Nennungen weiter die Nase vorn (2018: 35 Prozent), gefolgt von Großbritannien mit 14 Prozent (2018: zehn Prozent) und China mit 13 Prozent (2018: 19 Prozent).

Mit nur noch vier Prozent der Nennungen gilt Deutschland in diesem Jahr nicht mehr als eine der wichtigsten Wachstumsregionen. Noch im vergangenen Jahr lag die Bundesrepublik mit 25 Prozent der Nennungen auf dem zweiten Rang hinter den USA.

„Der Markt in Deutschland scheint aktuell gesättigt“, sagt Julia Unkel, Leiterin des Bereichs Insurance bei PwC Deutschland. „Allerdings stehen die Vorzeichen gut, dass die Nachfrage der Versicherungsnehmer nach individuellen Lösungen mittelfristig für neue Impulse sorgt. Außerdem kann die Zusammenarbeit mit Partnern wie Insurtechs Umsatzwachstum erzeugen.“

Seite zwei: Die größten Sorgen der Versicherungs-Chefs

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