Der Aufsichtsrat der VPV Versicherungen hat die Nachfolge an der Unternehmensspitze frühzeitig geregelt. Zum 1. Januar 2028 übernimmt Steffen Guttenbacher (52) den Vorsitz im VPV Vorstand. Er folgt auf Klaus Brenner, der nach Vollendung seines 63. Lebensjahrs zum 31. Januar 2028 in den Ruhestand geht. Das teilte die VPV Versicherungen am 29. Oktober 2026 mit.
Der 1827 gegründete Versicherer hat seinen Sitz in Stuttgart. Der Versicherer verfügt über eine Bilanzsumme von 6,3 Milliarden Euro, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört damit zu den mittelgroßen Versicherungsunternehmen Deutschlands.
Guttenbacher arbeitet seit 2020 für den Stuttgarter Versicherer. Seine Laufbahn bei der VPV begann als Geschäftsführer der VPV Service GmbH. Im Mai 2021 wechselte er in den Vorstand. Dort leitet er bislang die Ressorts Komposit, Service, Allgemeine Dienste und IT. Mehr als 35 Jahre Berufserfahrung in der Versicherungsbranche bringt er mit. Gesammelt hat er sie unter anderem bei der Karlsruher Lebensversicherung, der Württembergischen Versicherung und der W&W AG. Als neuer Vorsitzender übernimmt Guttenbacher zusätzlich zu Brenners bisherigen Aufgaben auch den neu geschaffenen Bereich KI und Datenmanagement.
VPV Vorstand ab 2028: Drei statt vier Mitglieder
Mit dem Wechsel an der Spitze schrumpft das Führungsgremium. Ab 2028 besteht der VPV Vorstand nur noch aus drei statt bisher vier Mitgliedern. Aufsichtsratschef Rolf Büttner nennt den Grund: „Der Aufsichtsrat möchte die Kontinuität in der Geschäftsleitung wahren und mit dem gleichen, erfolgreichen Team weitergehen.“ Laut Büttner war es dem Gremium zudem wichtig, die Nachfolge frühzeitig zu regeln. Damit soll die Übergabe der Themen und Verantwortlichkeiten strukturiert ablaufen.
Künftig komplettieren Dr. Olaf Schmitz (50) und Dietmar Stumböck (57) neben Guttenbacher das Vorstandsgremium. Wie sich die Zuständigkeiten ab 2028 im Detail verteilen, zeigt die folgende Übersicht.
| Steffen Guttenbacher (Vorsitzender) | Dr. Olaf Schmitz | Dietmar Stumböck |
|---|---|---|
| Finanzen und Steuern | Leben: Produktentwicklung, Aktuariat und Rückversicherung | Vertrieb: Ausschließlichkeit, Makler, Mehrfachagenten und Kooperationen |
| Personal | Komposit: Produktentwicklung, Aktuariat und Rückversicherung | Zentrale Vertriebsunterstützung |
| Risikomanagement, Informationssicherheit und Kapitalanlagecontrolling | Kapitalanlagenmanagement | Service: Antrag, Policierung, Bestand, Schaden/Leistung (alle Sparten) |
| Revision, Recht und Compliance | IT: Anwendungsentwicklung und Rechenzentrum | |
| Unternehmensentwicklung | ||
| KI-Koordination und Datenmanagement |
Schmitz und Stumböck bleiben im VPV Vorstand
Von der Allianz kam Dr. Olaf Schmitz im Januar 2023 zur VPV. Bislang verantwortet er die Ressorts Aktuariat und Produktentwicklung Leben sowie das Kapitalanlagemanagement. Künftig kommen das Aktuariat und die Produktentwicklung für die Komposit-Sparte sowie der IT-Bereich hinzu. Schmitz blickt auf eine knapp 20-jährige Laufbahn in der Versicherungswirtschaft zurück. Zuletzt führte er bei der Allianz Lebensversicherungs-AG eine Abteilung im Bereich Aktuariat. Zudem war er Verantwortlicher Aktuar für mehrere Allianz-Gesellschaften.
Dietmar Stumböck gehört der VPV seit 16 Jahren an. Im Dezember 2020 übernahm er das Vorstandsressort für Vertrieb und Marketing, zuvor hatte er die Landesdirektion Süd geleitet. Frühere Stationen seiner Laufbahn liegen unter anderem bei der Arag Rechtsschutzversicherung, der Württembergischen Versicherung und der Bayerischen. Ab 2028 verantwortet er zusätzlich zu Vertrieb und Marketing auch den Kundenservice in allen Sparten.
Mit der neuen Aufstellung will der Aufsichtsrat den strategischen Kurs des VPV Vorstands fortsetzen. Zugleich will er die Umsetzung des sogenannten Zielbilds 2030 vorantreiben. Die Geschäftsentwicklung der vergangenen fünf Jahre sei positiv verlaufen, heißt es bei der VPV. Neben dem Ausbau des Lebens- und Kompositgeschäfts gilt demnach vor allem die Zusammenarbeit im Unternehmen als wichtiger Erfolgsfaktor. Intern läuft sie unter dem Kürzel „#WIR“.










