4. April 2008, 00:00
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Formaxx präsentiert Führungsteam und zieht erste Bilanz

Neben Neuzugängen in der Führungsebene hat der im Oktober gegründete Hannoveraner Finanzdienstleister Formaxx am 3. April auf einer Pressekonferenz auch Ergebnisse und Ziele mitgeteilt.
So wurden bislang mehr als 500 Makler gewonnen, die insgesamt 20.000 Kunden betreuen sowie zudem 60 Regionalbüros eröffnet. Bis Ende des Jahres soll die Mitarbeiterzahl auf 1.000 steigen. Im Jahresschnitt will Formaxx 400 Vermittler rekrutieren. Konkrete Zahlen zu Umsatz, Provisionserlösen und Gewinn wollten die drei Vorstände – darunter der Neuzugang Kai Lange (49) – Ralf Steinmeister (49) und Eugen Bucher (49) jedoch noch nicht nennen.

Steinmeister gab lediglich bekannt, dass die Bewertungssumme im dreistelligen Millionenbereich liegt. Die Höhe der geplanten Investitionen ließ er ebenfalls offen. Gewinn werde Formaxx spätestens in drei Jahren machen. Das Eigenkapital von Formaxx beträgt Steinmeister zufolge 22,4 Millionen Euro. Ein Börsengang sei frühestens in sechs Jahren geplant.

Gleichzeitig stellte Formaxx sein neues Führungsteam sowie dessen Aufgaben vor. So wird der AWD-Mitbegründer und Ex-Schwager von AWD-Chef Carsten Maschmeyer (48) Kai Lange unter anderem für Unternehmensentwicklung, Produktmanagement und IT zuständig sein. Zu den weiteren Neuzugängen auf Führungsebene zählt neben Roman Hadjio (56, vorher MLP), Heinrich Amon (49, langjährig Geschäftsstellenleiter und Vorstand bei MLP, zuletzt Vertriebsdirektor bei Loyas Private Finance AG). Gemeinsam werden sie bei Formaxx die berufsgruppenspezifische Beratung aufbauen. Detlef Struckmann (66) leitet seit Februar 2008 den Aufbau der Formaxx Akademie. Er war bis 1995 für die Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt, tätig.

Das Unternehmen will sich als Makler positionieren. Nur so könne die Unabhängigkeit von Produktgebern und das Kundeninteresse gewahrt werden. Neben Provisionen kostet die Erstaufnahme und Beratung eines Kunden 119 Euro. Jährlich soll das Portfolio des Kunden überprüft und beurteilt werden. Besteht Handlungsbedarf aufgrund einer veränderten Lebenssituation werden 59 Euro fällig. Zielgruppe sind Haushalte mit einem Netto-Jahreseinkommen in Höhe von 30.000 Euro und mehr. Reine Honorarberatung werde es vorerst nicht geben. “Der deutsche Finanzmarkt ist dafür noch nicht bereit”, sagte Bucher.

Wie Konkurrent MLP, Wiesloch, will auch Formaxx sich auf Akademiker spezialisieren – jedoch nicht ausschließlich, betonte Steinmeister. Daneben setzt der Vertrieb auch auf andere Berufsgruppen und vor allem auf eine Spezialisierung auf Fachgebiete wie betriebliche Altersvorsorge, Finanzierung, Kapitalanlagen sowie Gewerbe und Sachversicherungen.

Dabei liege der Schwerpunkt auf dem Bereich Versicherungen. “Dieser Sektor wird etwa 60 bis 70 Prozent am Umsatz ausmachen”, sagte Steinmeier. Genauere Werte seien frühestens in einem Jahr zu erwarten. (aks)

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