12. Juni 2008, 00:00
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Maklervertrieb gewinnt an Bedeutung

Der Makler-Vertriebskanal gewinnt im Markt für Versicherungen und Finanzdienstleistungen an Gewicht und hat die Ausschließlichkeit etwa in den Sparten Leben und Altersvorsorge im Abschluss von Neugeschäft bereits überholt. Dennoch sind viele unabhängige Vermittler mit der Betreuung durch Versicherer noch unzufrieden, so das Fazit der aktuellen Studie ?Mehrwerte für Makler schaffen? des Marktforschungsinstituts psychonomics, Köln.

Trotz der Herausforderungen durch hohe Marktdynamik, gesetzliche Neuregulierungen wie VVG und MiFID sowie veränderte Kundenerwartungen rechnen die Analysten damit, dass die Bedeutung des Maklervertriebs weiter zunehmen wird. Entscheidend dafür sei allerdings, dass Versicherer die Beziehungen zu ihren ungebundenen Vertriebspartnern pflegen. In dieser Hinsicht sehen Makler und Marktexperten Optimierungsbedarf.

Mit der Kooperation mit Versicherern sind unabhängige Vermittler oftmals unzufrieden: Es fehle an marktgerechten Unterstützungsangeboten und die partnerschaftliche Zusammenarbeit lasse zu wünschen übrig. Die Makler fühlen sich von den Produktgebern gegenüber dem Ausschließlichkeitsvertrieb benachteiligt und wünschen sich bessere Rahmenbedingungen für ihr Kerngeschäft, die Kundenberatung. Vor allem die Entlastung von vertriebsfremden Aufgaben sowie maklerspezifische und maßgeschneiderte Angebote vermissen die freien Vermittler.

Gemeinsam mit dem auf die Versicherungswirtschaft spezialisierten IT-Dienstleister Adesso, Dortmund, hat psychonomics die repräsentative Studie mittels qualitativer Interviews und Workshops mit freien Maklerbüros erstellt. Zudem haben die Marktforscher verschiedene Branchenexperten befragt. (hb)

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