Erneute Datenpanne beim AWD?

Kundendaten gehören hinter Schloss und Riegel. Doch wie sicher sind die Daten heute noch? Beim Hannoveraner Finanzdienstleister AWD sollen nach Recherchen vom NDR erneut Sicherheitslücken im Umgang mit Kundendaten aufgetreten sein.

Meldung AWD PanneIm aktuellen Fall geht es um den Zugang externer IT-Berater zum Datennetzwerk des Unternehmens. Aufgrund des erneuten Vorwurfs von möglichen Sicherheitslücken und Datenpannen im Umgang mit den Kundendaten äußert sich das Unternehmen in einer Stellungnahme. Darin heißt es:

„Sofern externe Berater – wie in jedem größeren Unternehmen üblich – tätig sind, haben diese die Pflicht, die Regeln des Datenschutzes und der Verschwiegenheit zu befolgen und so einen unrechtmäßigen Zugriff auf Kundendaten auf legale Art und Weise unmöglich zu machen.

Weiter ließ das Unternehmen mitteilen, dass Zugänge zu Kundendaten von außen mehrfach gesichert seien. Den Vorwurf des NDR, dass der Sicherheitsstand des Finanzdienstleisters nicht der Branche entspreche, bezeichnet der AWD als falsch.

Erst vor vier Wochen war bekannt geworden, dass beim AWD offenbar 27.000 Kundendaten entwendet wurden. Der Vertrieb hatte damals in Stellungnahmen bestätigt, dass es sich um Daten seiner Kunden handele, aber die Echtheit der Stammdaten und Kundennummern angezweifelt. Zudem stellten die Hannoveraner daraufhin nach eigenen Angaben Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft und informierten den niedersächsischen Datenschutzbeauftragten über den Vorfall.

Zudem hatte der AWD nach eigenen Angaben den NDR gebeten, die Ermittlungen zu unterstützen und die ihm zugespielten Daten an die Staatsanwaltschaft, unter der Auflage des Informantenschutzes, weiterzuleiten. Dieser Bitte sei der NDR nicht nachgekommen. Man fordere nochmals dazu auf, die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft zugänglich zu machen.

Weiter heißt es in der aktuellen Mitteilung: „Zur Klärung des Sachverhaltes und um alles zu tun, um den oder die Täter dingfest zu machen, wird AWD am 19. November vor dem Landgericht Hamburg die Klage gegen den NDR begründen“. (ks)

Foto: Shutterstock

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