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27. Oktober 2009, 12:14
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Studie: Stornoquote steigt

Mehr als jeder vierte Versicherungsmakler hat im Vergleich zum Vorjahr mit einer steigenden Anzahl von Stornofällen zu kämpfen. Vor allem im Bereich Renten- und Lebensversicherungen ist die Stornoquote hoch, auch Finanzprodukte sind davon betroffen. Gründe sind für die Kunden vor allem akute finanzielle Engpässe, generelle Sparabsichten und die Finanzkrise.

Das ist das Ergebnis des aktuellen Makler-Absatzbarometers, erstellt vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov Psychonomics. Das Kölner Unternehmen hat für die vierteljährlich erscheinende Studie über 200 hauptberufliche Versicherungs- und Finanzmakler befragt.

Um drohenden Stornofällen vorzubeugen, fordern die Makler von der Assekuranz, vor allem den Kundenservice verbessern. Das heißt, dass die Versicherer die Makler früher über Stornofälle informieren und ihnen die Betreuung der Kunden überlassen, statt mit Standardschreiben auf Kündigungen zu reagieren.

Die Makler glauben, dass sie durch Gespräche in 50 Prozent der Fälle die Kunden von der Stornierung einer Versicherung abhalten können. So führt ein Drittel der Befragten häufig Rückgewinnungsgespräche durch, fast die Hälfte der Makler nutzt gelegentlich die Chance, den Kunden davon zu überzeugen, nicht zu kündigen.

Makler optimistischer gestimmt als im Vorquartal

Tendenzen einer Erholung zeigen sich der Studie zufolge bei der Nachfrage nach Versicherungen. Das lässt die Makler hoffen: fast drei Viertel gehen davon aus, den Vorjahresumsatz halten zu können, 47 Prozent rechnen sogar mit leichten Zuwächsen.

Für die Geschäftsentwicklung im Privatkundengeschäft erwarten 43 Prozent der Makler moderat steigende Umsätze (Vorquartal: 37 Prozent) und nur noch 28 Prozent eine rückläufige Geschäftsentwicklung (Vorquartal: 32 Prozent).

Im Firmenkundengeschäft hat sich die Zahl der Optimisten gegenüber dem Vorquartal deutlich von 38 auf derzeit 47 Prozent erhöht. Eine negative Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr erwartet hier lediglich jeder fünfte Makler (Vorquartal: 29 Prozent). (ks)

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