27. September 2010, 11:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: 81 Prozent für Berufsverbot bei Falschberatung

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen begrüßt die Pläne der Koalition, Bankberater bei nachgewiesen fehlerhafter Beratung mit Berufsverbot zu belegen. Einer Umfrage zufolge sind 81 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass die zurzeit geprüfte Gesetzesinitiative, zumindest ein zeitweises Verbot der Beratertätigkeit einzuführen, angebracht wäre.

Berufsverbot-berater-127x150 in Umfrage: 81 Prozent für Berufsverbot bei FalschberatungDie Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern zeigt, dass die unzureichende Aufklärung über Risiken (66 Prozent) und das Verheimlichen von Provisionen (61 Prozent) als besonders schwerwiegende Verfehlung der Bankberater gewertet werden.

Fast jeder zweite Befragte meint, dass Beratungsleistungen sanktioniert werden sollten, die komplett an den Anlagewünschen des Kunden vorbeigehen. Ein fehlerhaft erstelltes Beratungsprotokoll sehen immerhin 43 Prozent als verwerflich an und fordern dafür die Prüfung eines Berufsverbots.

Auf die Frage nach eigenen negativen Erfahrungen bei der Bankberatung, gab jeder Vierte an, nicht ausreichend über Anlagerisiken informiert worden zu sein oder sich über versteckte Provisionen zu ärgern. Knapp 45 Prozent machten dagegen keine Angaben über mögliche schlechte Erfahrungen in der Bankberatung.

Hintergrund: Im vergangene Woche nach langen Diskussionen vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Verbesserung des Anlegerschutzes ist unter anderem vorgesehen, Bankberater vom Vertrieb auszuschließen, die ihre Sorgfaltspflicht verletzen. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Bei einem Fehler gleich ein Berufsverbot auszusprechen, halte ich für etwas zu weit gehend. Wenn aber Vorsatz dahinter steht, dann ist es durchaus angebracht, so etwas zu diskutieren.

    Vielleicht sollte man auch einmal darüber nachdenken, wie man Verbraucher eigentlich vor häufig nicht ganz so qualifizierten Verbraucherschützer schützen kann. Diese müssen gar nicht dokumentieren und müssen auch nicht entsprechend ausgebildet sein (häufig zumindest, ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren) und dürfen sich dennoch kritisch äußern.

    Viele Grüße
    Joachim Haid

    Kommentar von Joachim Haid — 27. September 2010 @ 12:58

Ihre Meinung



 

Versicherungen

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...

Immobilien

9 Urteile zum Thema Haus, Garten und Co.

Über die langen Monate des Winters konnten es Garten- und Balkonfreunde kaum erwarten, dass sie wieder ihren Lieblingsort betreten können. Sie vermissten das Leben im Freien beziehungsweise – im Falle des Balkons oder der Loggia – fast im Freien. Nun ist das witterungsbedingt wieder möglich, aber damit häufen sich auch entsprechende Streitfälle.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienrückkäufe im Höhenflug

Immer mehr Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück. 2018 war für die so genannten Share Buybacks ein Rekordjahr, doch vieles spricht für neue Höchstmarken in diesem Jahr. Ein Gastbeitrag von Benjardin Gärtner, Union Investment

mehr ...

Berater

Rente mit 67: Für viele Deutsche steigt das Armutsrisiko

Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt. Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken. Warum die Politik jetzt handeln muss.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Eines der besten Quartale unserer Unternehmenshistorie”

Solvium Capital hat die Vermögensanlage Wechselkoffer Euro Select 5 vorzeitig geschlossen und auch das Angebot Wechselkoffer Euro Select 6 steht kurz vor Schließung. Das Nachfolgeangebot und ein weiteres Konzept sollen in den nächsten Wochen folgen.

mehr ...

Recht

Rente unter Palmen – das müssen Sie wissen

Immer mehr Ruheständler entscheiden sich dafür, ihren Lebensabend jenseits der deutschen Grenzen zu genießen. Was zu beachten ist, damit man im Ruhestandsparadies auch auf die Rente aus Deutschland zugreifen kann.

mehr ...