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12. September 2011, 10:31
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Defino: Neues Beratungsmodul am Start

Vor vier Jahren haben sich Wissenschaftler und Experten zusammengetan, um einen allgemeingültigen Standard für die Finanzberatung zu entwickeln. Seit Beginn des Jahres ist „Defino Deutsche Finanznorm“ in der Erprobungsphase. Ab November soll das Angebot für alle interessierten Berater zur Verfügung stehen.

Beratung-127x150 in Defino: Neues Beratungsmodul am StartDie Deutsche Finanznorm, kurz Defino, ist ein Regelwerk, das Standards für die Priorisierung und für Zielgrößen von Absicherungs-, Vorsorge- und Vermögensplanungs-Maßnahmen definiert. Nach diesen Vorgaben kann ein sogenannter Finanzfahrplan für Kunden erstellt werden.

Die Ursprungsidee zur Finanznorm stammt von der Brancheninitiative „Qualität formt Zukunft“ (QFZ), die 2007 von Vorständen des Hannoveraner Finanzvertriebs Formaxx gegründet wurde. Das Finanznorm-Projekt wurde 2010 davon abgekoppelt und dafür die Gesellschaft für Finanznorm gegründet. Diese hat heute sechs Mitarbeiter und wird von einem wissenschaftlichen Beirat und einem Berater-Beirat unterstützt.

„Es geht darum, dem Kunden aufzuzeigen, welche Absicherungen für ihn wichtig sind, wie hoch diese sein müssen, in welcher Reihenfolge diese angegangen werden müssen“, erklärt Jörn Vellguth, Mitglied des Berater-Beirats der Gesellschaft für Finanznorm und Formaxx-Berater.

In der Praxis hat der Berater eine Software, die auf Defino fußt und ihn systematisch durch das Programm führt. „Das Analyseergebnis wird unter anderem in einem Finanzscore abgebildet. Dieser bewertet die Finanzsituation des Privathaushaltes auf einen Blick in einer Zahl zwischen 1 und 100“, so Vellguth. Zudem enthalte aus der Analyse entstehende „Finanzfahrplan leicht verständliche Begründungen“ für die gegebenen Empfehlungen.

„Die Unterstützung von Defino endet dort, wo die individuelle Produktauswahl beginnt und Honorierungsfragen zu regeln sind“, betont Vellguth. Die Software solle dabei ein unterstützendes Modul auf dem Weg hin zu dann folgenden konkreten Produktempfehlungen sein.

Berater, die nach dem Defino-Regelwerk arbeiten wollen, müssen bei der Gesellschaft für Finanznorm eine Prüfung ablegen und werden dann bei Bestehen zertifiziert. Die Zertifizierung ist für ein Jahr gültig.

Die Gesellschaft für Finanznorm will die assoziierten Berater mit Studien und regelmäßigen Verbraucherinformationen bei ihrer qualifizierten Tätigkeit unterstützen, aber auch die Beratungsqualität, zum Beispiel durch Mystery Shopping, überprüfen. Wenn alles in Ordnung ist, werde die jährlich vergebene Lizenz automatisch verlängert.

Für Nutzung des Titels „Zertifizierter Berater nach Defino Deutsche Finanznorm“ und die Möglichkeit, nach Defino beraten zu können, wird eine Gebühr verlangt. Nach derzeitigen Planungen sollen die Kosten bei rund 100 Euro pro Monat liegen.

Weitere Informationen gibt es unter www.gesellschaft-finanznorm.de. (ks)

Foto: Shutterstock

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4 Kommentare

  1. Also Formaxx etabliert ein Kontrollsystem für den Finanzvertrieb der provisionsabhängigen Berater von Formaxx? Dingdong, die Hex ist tot! Da kann man auch den Hund die Wurst bewachen lassen.

    Kommentar von Norbert Kalskamp — 16. Dezember 2012 @ 17:34

  2. Ich find es gut. Klingt ja erstmal objektiv. Ich wurde schon zwei!!! mal von nem “Berater” verarscht weil der nur Kohle verdienen wollte. Habe als Selbstständiger einen Riester bekommen!
    Ich finde Finanzfragen sind für alle wichtig und vielleicht ist die defino ja ein erster richtiger Ansatz. Mal schauen wie sich das entwickelt.
    Gruß aus Ulm

    Kommentar von Michael — 17. Mai 2012 @ 08:55

  3. schmarren und Abzocke wird das auch nur ….dinge die die welt nicht braucht!!!!!

    Kommentar von Mr. Big — 14. September 2011 @ 09:07

  4. Na endlich, das wurde ja auch mal Zeit, dass Finanzberatung objektiv gemacht wird! Das ganze erscheint simpel und dennoch sensationell einleuchtend zu sein. Stellt sich nur die Frage, wann weitere Vertriebe nach diesem Grundsatz ihre Kunden beraten und damit die DEFINO etabliert wird.

    Kommentar von Werner Schneider — 13. September 2011 @ 18:38

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