Leads: „Qualität setzt sich durch“

Cash sprach mit Oliver Hanke, Geschäftsführer des Hamburger Leadsanbieters Powerleads, über den Leadsmarkt und die Bedeutung von Service und Qualität.

Oliver Hanke, Powerleads

Cash.: Bei den Anbietern von Leads hat es in den vergangenen drei Jahren einige Fluktuation gegeben. Inwieweit hat sich der Markt Ihrer Meinung nach verändert?

Hanke: Die Fluktuation der letzten Jahre war letztlich eine begrüßenswerte Marktbereinigung um die Teilnehmer, die keine gute Qualität geliefert haben. Meist waren es Callcenter, die Leads über den rechtlich unsauberen Weg der Kaltakquise gewonnen haben und nicht ausreichend werthaltig waren.

Zudem sind auch Leadsanbieter gescheitert, die ausschließlich auf Vorkasse gearbeitet haben und oftmals wenig bis keine Leads lieferten. Am Ende ist es so wie überall: Qualität setzt sich durch. Damit meine ich nicht nur die Qualität in der Leadgewinnung, sondern auch die Servicequalität durch persönliche und telefonische Betreuung der Käufer, die Qualität in der Reklamationsbearbeitung und die Anwenderfreundlichkeit des Buchungssystems.

Cash.: Gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen Leads, die in einer Leadsbörse erworben wurden und den direkt gekauften?

Hanke: Hier kann ich nur für Powerleads.de sprechen: wir generieren den Großteil unserer Leads direkt über unsere diversen eigenen Portale. Das schafft zum einen Transparenz und ermöglicht uns zum anderen, jeden Lead „frisch“ und tagesaktuell zu verteilen.

Unsere Käufer können so in ihrer Beratung an den Beratungswunsch des Interessenten anknüpfen. Auf Leadsbörsen tummeln sich indes auch gerne einmal „Ladenhüter“. Käufer sollten bedenken, dass selbst ein stark preisreduzierter Lead immer noch zu teuer ist, wenn der Kunde sich bereits anderweitig entschieden hat oder kein Interesse mehr besteht.

Cash.: Inwieweit wirken äußere Einflüsse wie das schlechte Branchen-Image und die Euro-Krise auch auf die Leadgenerierung aus?

Hanke: Führende Qualitätsanbieter haben nach wie vor ihre zufriedenen Kunden, was sich nicht zuletzt in der langjährigen Zusammenarbeit widerspiegelt. Daran rüttelt auch die Euro-Krise nur sehr wenig. Auf der Konsumentenseite spüren wir allerdings eine Verunsicherung bezüglich der Renditechancen im Bereich der Altersvorsorge. Hier findet gerade eine Verschiebung in Richtung BU- und Pflegeversicherung statt, die Berater nutzen sollten.

 

Interview: Julia Böhne

Foto: Angela Pfeiffer

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