Artus Gruppe: Honorarberatung bringt massive Nachteile für Kunden

Der Vorstandsvorsitzende der Artus Gruppe, einer der großen deutschen Industrieversicherungsmakler,  Friedrich Ganz, fürchtet bei Einführung der Honorarberatung massive Nachteile für den Kunden.

„Die sinnvollste und realistische Form der Vergütung ist und bleibt die Courtage-Vereinbarung.“

„Es wäre keinesfalls segensreich, wenn die Honorarberatung Vergütungsmodell für die Zukunft werden würde. Wir haben dann in Zukunft Preiskämpfe um Prämien und Fee, die auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden.“

Alle Sonderleistungen kostenpflichtig

Es werde seiner Ansicht nach  dann soweit kommen, dass der Kunde für alle Sonderleistungen, die bei der Courtage inklusiv seien, separat bezahlen müsste. Der Makler übernehme immer  mehr Aufgaben des Versicherers. Die Entlohnung dafür sei bisher in der Courtage enthalten.

„Das müssen wir dann dem Versicherer ebenfalls getrennt in Rechnung stellen. Ich bleibe dabei, die sinnvollste und realistische Form der Vergütung ist und bleibt die Courtage-Vereinbarung.“

Preiskampf hat seine Grenzen erreicht

Schwerpunkte im Industrieversicherungsgeschäft in 2013 sind nach Angaben von Ganz Haftpflicht, Produkthaftpflicht und die All-Risk-Sparten. Der Preiskampf bei vielen Sparten habe inzwischen seine Grenzen erreicht. „Das ist gut für die gesamte Branche“. Qualität werde wieder stärker nachgefragt.

Vor allem die Beratung im Risk Management habe an Bedeutung gewonnen. „Die Kunden haben großes Vertrauen zu ihrem Makler und wissen, was sie von ihm erwarten können“, unterstreicht der Unternehmenschef.

Das Wissen um den passenden Versicherungsschutz im Gewerbebereich werde aufgrund zusätzlicher Risiken, wie Cyber-Kriminalität, Betriebs- und Lieferkettenunterbrechung, verstärkt gerade jetzt abgerufen. (fm)

Foto: Artus Gruppe

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