Anzeige
29. November 2013, 10:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Quirinbank begrüßt Stärkung der Honorarberatung

Die zukünftige Große Koalition aus CDU, CSU und SPD hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, die Honorarberatung zu stärken. Die Berliner Honorarberaterbank begrüßt diese Bestrebungen und sieht die Politik auf dem Weg zum Provisionsverbot.

Honorarberatung: Quirinbank begrüßt Koalitionsvertrag

Karl Matthäus Schmidt, Quirinbank: “Ziel muss es sein, den Beispielen in Großbritannien und den Niederlanden zu folgen und ein generelles Provisionsverbot einzuführen.”

Zur Honorarberatung heißt es im Koalitionsvertrag: “Wir werden die Einführung der Honorarberatung als Alternative zu einer Beratung auf Provisionsbasis für alle Finanzprodukte vorantreiben und hohe Anforderungen an die Qualität der Beratung festlegen. Die Berufsbezeichnungen und Ausbildungsstandards der Berater auf Honorarbasis werden weiterentwickelt.”

Ziel müsse es sein, den erfolgreichen Beispielen in Großbritannien und den Niederlanden zu folgen und ein generelles Provisionsverbot einzuführen, fordert Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirinbank. Wichtig dabei sei vor allem, der irrtümlichen Annahme, klassische Finanzberatung sei umsonst, entgegenzuwirken. “Honorarberatung weist transparent aus, was in der Provisionsberatung möglichst gut versteckt wird: die Kosten”, so Schmidt.

Kein Interessenkonflikt zwischen Berater und Kunde

Zudem werde bei der Honorarberatung der Interessenkonflikt zwischen Berater und Kunde vermieden, der bei Provisionsvergütung gegeben sei. Da bei der Provisionsberatung der Produktgeber den Berater bezahlt, wird dieser auch im Sinne des Produktanbieters beraten, meint Schmidt. Wer hingegen vom Kunden in Form eines transparenten Honorars bezahlt werde, könne unabhängig im Sinne des Kunden beraten.

Die Erfahrungen in den Niederlanden und Großbritannien, wo das Provisionsverbot seit 2013 gilt, bewertet Schmidt sehr positiv. “Die Erkenntnis in beiden Ländern ist, dass sämtliche Transparenzvorschriften und Selbstverpflichtungen der letzten zehn Jahre nicht zu mehr Verbraucherfreundlichkeit im Finanzdienstleistungsmarkt geführt haben”, betont er. Deshalb sei der Schritt, Provisionen gänzlich zu verbieten, der richtige gewesen.

Förderung der Honorarberatung wichtiger denn je

Dies sollte auch die deutsche Politik anspornen, den bereits eingeschlagenen Weg weiterzugehen. “Angesichts der immer komplexer werdenden Kapitalmärkte ist die konsequente Förderung einer unabhängigen Honorarberatung als Alternative zum Provisionsvertrieb heute mehr denn je erforderlich”, so Schmidt.

Die Quirinbank begrüße die Bestrebungen der Großen Koalition daher ausdrücklich. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute kritisiert hingegen die Pläne der künftigen Regierung, die Honorarberatung parallel zur Provisionsberatung zu etablieren. (jb)

Foto: Quirinbank

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 9/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltiges Investieren – Solvency II – Immobilienfonds – Maklerpools-Hitliste




Ab dem 17. August im Handel.



Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien

Versicherungen

DFV mit neuer “On-Demand-Versicherung”

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) bietet ab sofort eine situative Unfallversicherung an. Neu daran sei, dass der Kunde seinen Versicherungsumfang über eine App jederzeit seinem aktuellen Schutzbedürfnis anpassen könne, so die DFV.

mehr ...

Immobilien

Starke Preissteigerungen auf dem Hamburger Immobilienmarkt

Die Metropole Hamburg verzeichnet seit Jahren hohe Zuzugszahlen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Preise für Eigentumswohnungen nach den Ergebnissen des Immobilienindex IMX teilweise verdoppelt.

mehr ...

Investmentfonds

Reuss Private Deutschland setzt neues Partnermodell um

Reuss Private Deutschland hat eine neue Niederlassung in Frankfurt gegründet. Der Frankfurter Vermögensverwalter setzt damit sein neues Partnermodell um, das erfahrenen Beratern eine neue berufliche Perspektive bieten soll.

mehr ...

Berater

Globalisierung rückwärts: Banken ziehen sich auf Heimatmärkte zurück

Immer mehr Banken kehren den internationalen Finanzmärkten den Rücken und konzentrieren sich auf ihre Heimatmärkte. Das ist das Ergbenis einer aktuellen Studie. Demnach sind die entsprechenden grenzüberschreitenden Kapitalflüsse in den letzten zehn Jahren weltweit eingebrochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Air Berlin: Sachwerte sind doch besser

Anleger von Flugzeugfonds werden von der Air-Berlin-Pleite voraussichtlich nur in geringem Maße betroffen sein. Wesentlich schlechter sieht es für die Anleihegläubiger und die Aktionäre aus. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Check24 sieht Geschäftsmodell “zusätzlich bestätigt”

Das Online-Portal Check24 muss seine Website-Besucher umfassender und transparenter als bisher beraten. Dies sei der jetzt vorliegenden Urteilsbegründung des Oberlandesgerichts München (Az: 29 U 3139/16) zu entnehmen, teilte der BVK mit. Man habe die Nachbesserungen bereits im Laufe des Verfahrens adressiert, läßt Check24 nun verlautbaren.

mehr ...