21. November 2013, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Infinus: Fubus-Insolvenzverwalter beruhigt Gläubiger

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Future Business (Fubus) weist darauf hin, dass zurzeit kein Gläubiger Sorge haben muss, Fristen zu versäumen. Das Insolvenzverfahren des zur Dresdner Infinus-Gruppe gehörenden Finanzkonzerns beginne in etwa drei Monaten.

Infinus: Fubus-Insolvenzverfahren beginnt Anfang 2014

Insolvenzerwalter Kübler will dafür sorgen, dass die Gläubiger der Fubus von ihrem Vermögen so viel wie möglich zurückerhalten.

Das Amtsgericht Dresden hat Rechtsanwalt Dr. Bruno M. Kübler von der gleichnamigen Dresdner Kanzlei als vorläufigen Insolvenzverwalter der Fubus bestellt. Kübler werde umgehend alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die vorhandenen Vermögenswerte zu sichern, heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei.

“Als vorläufiger Insolvenzverwalter bin ich ausschließlich den Interessen der Gläubiger verpflichtet”, erklärt Kübler, der bereits über 1.500 Unternehmensinsolvenzen verwaltet hat. “Mein Team und ich werden in den kommenden Wochen das Unternehmen vollständig durchleuchten und dafür sorgen, dass die Gläubiger von ihrem Vermögen so viel wie möglich zurückerhalten.”

Kein “Rennen” der betroffenen Anleger

Da die Staatsanwaltschaft sämtliche Vermögenswerte beschlagnahmt habe, seien Verfügungen der inhaftierten Gesellschafter und Geschäftsführer zulasten der Gläubiger ausgeschlossen, erläutert der Anwalt. Ein “Windhundrennen” der betroffenen Anleger zur Sicherung ihrer Vermögenswerte sei somit weder erforderlich noch rechtlich möglich.

Kübler bittet um Verständnis, dass es einige Zeit dauern werde, bis er sich einen Überblick über die Struktur und das Geschäftsmodell des Unternehmens verschafft hat. “Sobald wir einen ersten Überblick gewonnen haben, werden wir die Öffentlichkeit umfassender unterrichten. Solange bitten wir alle Beteiligten um etwas Geduld”, so Kübler.

Der vorläufige Insolvenzverwalter bittet die Gläubiger darum, von Einzelanfragen abzusehen. Er plant demnach, eine Online-Informationsplattform für  solche Anfragen aufzubauen. Das Amtsgericht Dresden hat zudem einen vorläufigen Gläubigerausschuss bestellt, dem insbesondere Vertreter der Kapitalanleger angehören.

Gläubiger werden informiert

Laut Rechtsanwalt Kübler müsse sich zurzeit kein Gläubiger der Fubus sorgen machen,  etwaige Fristen zu versäumen. Sobald die Gläubiger ihre Forderungen anmelden können, werden sie demnach über verschiedene Kanäle informiert. Dies werde aber erst mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens in etwa drei Monaten der Fall sein.

Der Finanzkonzern Fubus und das Emissionshaus Prosavus hatten infolge der Ermittlungen gegen die Infinus-Gruppe Insolvenzanträge gestellt. Gegen Infinus wird wegen Betrugsverdachts ermittelt. Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamts Sachsen hatten im Zuge einer Razzia am 5. November die Geschäftsräume von rund 30 Firmen sowie Privaträume in Deutschland und Österreich untersucht. Sechs Beschuldigte wurden festgenommen. (jb)

 

Foto: Shutterstock

5 Kommentare

  1. Hoffen und bangen für alle Anleger.
    Wir können nur warten.

    Kommentar von G.w. — 10. Januar 2014 @ 13:48

  2. Bin ein gläubiger u betroffen

    Kommentar von Schinner — 30. Dezember 2013 @ 21:51

  3. mein allesgeld habe ich denen vertraut ich bin geschpannt ob ich was zuruerk bekommen

    Kommentar von abu douleh ismail — 8. Dezember 2013 @ 16:59

  4. “Namens Schneeballsystem” ?? Ich kenne kein solches System, das zig-Millionen an Anlage- und Umlaufvermögen geschaffen hätte. Daher – Unsinn. Aber irgend etwas steckt dahinter, denn derart massiv ginge sonst keine Staatsanwaltschaft vor…

    Kommentar von TC — 26. November 2013 @ 12:49

  5. Mein Tip: das Geschäftsmodell der Infinus ist ein altbewährtes namens Schneeballsystem. Nett von Herrn Kübler den Anlegern vor Weihnachten noch mal Hoffnung zu machen!

    Kommentar von Kai — 22. November 2013 @ 11:55

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Altersvorsorge: So entkommen Sie der Zinsfalle

Das Zinstief entlastet den Staat und enteignet die Sparer. Diese setzen dennoch weiter auf sichere Anlagen wie Festgeld, Sparbuch und Co. und verlieren jährlich Milliarden. Wie aus einem Altersvorsorgeprodukt ein alternatives Investment wird.

Gastbeitrag von Efstratios Bezas, Policen Direkt

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Wo geht die Reise für Unternehmensanleihen hin?

In den vergangenen vier Monaten verzeichneten Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade-Segment weltweit erfreuliche Zuwächse. Hintergrund hierfür war hauptsächlich die geldpolitische Wende der US-Notenbank Fed. Das fundamentale Umfeld sollte weiter für Unterstützung sorgen. Ein Gastbeitrag von Marc Herres, Union Investment

mehr ...

Berater

Biometrie: Warum eine BU nicht immer die erste Wahl ist

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt gemeinhin als erste Wahl, wenn es um die Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft geht. Doch es muss nicht immer eine BU sein. Warum eine Grundfähigkeits-Versicherung durchaus die bessere Lösung für Berater und Kunden sein kann. Ein Kommentar von Philip Wenzel

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...