Maklerpool-Studie: Anbindungen steigen

Pools und Verbünde gewinnen weiterhin neue Vertriebspartner, so die aktuelle Studie „Maklerpools, Verbünde und Servicedienstleister 2013″ der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Brunotte Konzept. Selbst die Marktführer verzeichnen demnach noch Zuwachs.

Die dreißig befragten Unternehmen bringen es demnach auf über 110.000 Anbindungen. Das ist mehr als das Doppelte der im Vermittlerregister eingetragenen Makler. Mehrfachanbindungen liegen also weiterhin im Trend, so die Studie. Aber nicht alle Vertriebspartner sind demnach tatsächlich Makler.

Banken und Vertriebe bieten Pools und Verbünden ein größeres Umsatzpotential als der Durchschnittsmakler und sind deshalb als Vertriebspartner beliebt, so die Studie. Mittlerweile kooperieren demnach 20 der 30 befragten Unternehmen mit Vertrieben und immerhin zwölf mit Banken und Sparkassen – Tendenz steigend.

Fast alle befragten Unternehmen (28 von 30) lassen zudem die Direktanbindung ihrer Vertriebspartner bei Produktgebern zu. Nur zwei Pools, beide Töchter von Versicherungsunternehmen, untersagen der Studie zufolge ihren Partnern diese Option. Die Identität ihrer Vermittler legen demnach immerhin 24 von 30 Unternehmen offen.

Herausforderungen IT und Weiterbildung

Pools und Verbünde müssen der Studie zufolge ihre Geschäftsprozesse und die ihrer Vertriebspartner optimieren, wenn sie am Markt Bestand haben wollen. Dafür sei der Einsatz intelligenter IT-Lösungen erforderlich, die für kleinere Unternehmen nur unter großen Anstrengungen zu finanzieren seien.

Insbesondere der Trend zur mobilen Beratung mit Smartphones oder Tablets erfordert demnach für die Anpassung von Beratungssoftware erhebliche Investitionen. Aber noch immer bieten die meisten Pools und Verbünde kostenlose IT-Lösungen an.

Eine weitere aktuelle und künftige Herausforderung ist die Weiterbildung. So nimmt der Studie zufolge die Einführung des Paragrafen 34f in die Gewerbeordnung großen Raum im Schulungs- und Serviceangebot von Investmentpools und Allfinanzanbietern ein. Die Assekuranz-Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ wird zu noch mehr Qualifizierungsangeboten von Pools und Verbünde führen.

Größere Unternehmen werden fachlich und organisatorisch in der Lage sein, das Know-how und die erforderliche Infrastruktur zu liefern, so die Studie. Kleinere Unternehmen hingegen werden demnach an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wenn sie eine Akkreditierung erhalten und den administrativen Aufwand als „Trusted Partner“ leisten wollen.

Seite zwei: Datenschutz ist wichtigstes Thema

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