Anzeige
Anzeige
14. Januar 2014, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Aktie, Aktie, Aktie

Wenn es um die künftigen Chancen bei der Wertentwicklung geht, dann ist bei Immobilien die Sache klar: Lage, Lage, Lage. Auch beim liquiden Vermögen kann man es so auf den Punkt bringen: Aktie, Aktie, Aktie. Keine andere Anlageform hat bisher langfristig bessere Erträge erwirtschaftet.

Kolumne von Constanze Hintze, Svea Kuschel + Kolleginnen

Kolumne von Constanze Hintze, Svea Kuschel + Kolleginnen

Constanze Hintze: “Aktien sind heute ohne Alternative.”

Ohne Zweifel war 2013 ein Rekordjahr für die großen Aktienmärkte. Selbst die Optimisten waren am Ende überrascht: Nicht nur der deutsche Leitindex markierte einen neuen Höchststand, auch die US-Aktien verzeichneten das beste Börsenjahr seit 1997. Naturgemäß fragt man sich nun: Geht die Rallye weiter?

Aktien sind heute ohne Alternative

Aktien sind ein wichtiger Teil jeder Vermögensanlage. Wer im letzten Jahr sein Geld in internationale Aktienstrategien investiert hatte, konnte je nach Risikoprofil bis zu 20 Prozent und mehr Rendite erwirtschaften. Und auch langfristig sind Aktien nicht zu schlagen. Doch viele Anleger scheuen Aktien – sie haben generelle Vorbehalte und fürchten zeitweilige Verluste.

Und so sind weniger als 15 Prozent des Geldvermögens der Deutschen in Aktienstrategien und Einzelaktien angelegt. Niedrig verzinste Tagesgeldeinlagen sind nahezu dreimal so hoch gewichtet. Damit lässt sich jedoch das Vermögen auf Dauer nicht erhalten, geschweige denn mehren.

2014: Gründe für ein gutes Aktienjahr

Wer in Aktien anlegt, möchte einen Teil seines Geldes an erfolgreiche Unternehmen koppeln. Weltweit stehen seit 2013 fast überall die Signale auf Wachstum. Sogar in Südeuropa stiegen Produktion und Exporte. Zum Jahresende gingen die Arbeitslosenzahlen in Spanien und anderen Ländern zurück. Besonders Deutschland erlebt derzeit einen kräftigen Schub nach vorn – die Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einem Wachstum von 1,7 bis zwei Prozent aus.

Den USA werden gar drei Prozent zugetraut, der Weltwirtschaft insgesamt von drei bis vier Prozent. Zusätzliche Konjunkturimpulse dürften von dem Freihandelsabkommen ausgehen, auf das sich die Mitglieder der Welthandelsorganisation kürzlich geeinigt haben. In China geht die Regierung erste Schritte zu Wirtschaftsreformen. Wenn sie greifen und fortgesetzt werden, sollte dieser riesige Markt der Weltwirtschaft weiter wichtige Impulse geben. Und auch wenn sich die Fed jetzt vorsichtig zurückzieht (neudeutsch: Tapering), ist die dahinterstehende Botschaft gut: Die amerikanische Wirtschaft wächst!

Aktien: Keine Blase in Sicht

Eine Preisblase zeichnet sich derzeit nicht ab. Aktuell liegen die Bewertungen noch deutlich unter ihren historischen Durchschnitten. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Dax bei etwas über zwölf (Grundlage: Gewinnerwartung der kommenden zwölf Monate). Es gilt damit als vergleichsweise preiswert. Hinzu kommt die Dividendenrendite. Diese liegt im Dax-Schnitt mit circa vier Prozent nahezu dreimal so hoch wie die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen – ein weiterer Grund dafür, dass die Börsen weiter ansteigen dürften.

Das Schöne: Es herrscht nicht die für riskante Phasen typische Euphorie. Von einer Milchmädchenhausse, wie wir sie von 1999/2000 in Erinnerung haben, sind wir weit entfernt.

Aktien schaffen langfristig Wohlstand

Der deutsche Aktienindex Dax hat sich seit seinem Bestehen mehr als verachtfacht und war damit trotz aller Höhen und Tiefen eine gute Kapitalanlage. Dass auch Anleger mit amerikanischen Aktien langfristig profitieren, zeigt der Blick auf den marktbreiten US-Aktienindex S&P 500: Trotz aller Krisen stieg der Kurs über die Jahre hinweg deutlich an.

Die Balken stellen zusätzlich die rollierende Performance über zehn Jahre dar. Sie gibt an, welche Rendite ein Anleger jeweils erwirtschaften konnte, wenn er ein Jahrzehnt zuvor eingestiegen war. Hier ist klar zu sehen: Nur in ganz wenigen Zeiträumen war ein Verlust zu verzeichnen – überwiegend jedoch waren sehr gute Zuwächse zu erzielen.

Kolumne von Constanze Hintze, Svea Kuschel + Kolleginnen

Langfristig gewinnen die Aktien.
Beispiel S&P 500: rollierende 10-Jahres-Performance (linke Achse: Zuwachs in Prozent)

Man sollte aber sein Augenmerk stärker auf die Firmen richten – und weniger auf die Länder, in denen sie ansässig sind. Denn auch in den Krisenstaaten Europas gibt es gesunde Unternehmen. Interessante Chancen bieten zurzeit etwa deutsche IT-Unternehmen, die nach den NSA-Enthüllungen deutliche Wachstumschancen haben, Finanztitel (“billig”) oder auch Unternehmen der Gesundheitsbranche.

Constanze Hintze ist Finanzberaterin und Geschäftsführerin von “Svea Kuschel + Kolleginnen, Finanzdienstleistungen für Frauen” (www.svea-kuschel.de). Ihr jüngstes Buch “Vermögensplanung und Altersvorsorge für Frauen” ist 2011 im Münchner Kösel-Verlag erschienen

Foto: Svea Kuschel + Kolleginnen

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Ich halte diesen Artikel für hinterfragenswert. Mein Eindruck ist, dass wir uns im Moment eher in einer Aktienhochphase befinden. Wer jetzt einsteigt riskiert eventuell eher Verluste als Gewinne.

    Auch sollte stärker auf Risiken hingewiesen werden. Auch fehlt ein Hinweis über Kosten und Verwaltungsgeühren beim Kauf und Halten von Aktien. Das können echte Renditekiller sein.

    Kommentar von AM — 14. Januar 2014 @ 10:03

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Insurtechs: Friday und Friendsurance vereinbaren Kooperation

Der Berliner Online-Makler Friendsurance und der digitale Kfz-Versicherer Friday arbeiten künftig zusammen. Das teilen die beiden Insurtechs mit. Durch die Kooperation soll die Kfz-Versicherung demnach günstiger und kundenfreundlicher werden.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top Fünf Edelmetall-Fonds

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten steigt und damit auch die Nachfrage nach Edelmetallen, insbesondere Gold. Fonds bieten eine liquide Lösung für Anleger, die ihr Portfolio um Edelmetalle ergänzen wollen. Cash. hat die Bewertungen der Top Fünf Fonds von Morningstar und Citywire miteinander verglichen.

mehr ...

Berater

Netfonds erweitert Beraterplattform

Wie der Hamburger Maklerpool Netfonds mitteilt, hat er seine Beraterplattform Fundsware Pro ausgebaut. Demnach wurde das Analysetool “Tarifair” integriert, das den Vergleich alter und neuer Tarife im Kompositbereich nach Verbraucherschutzkriterien ermöglichen soll.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...