21. März 2014, 15:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DVAG meldet Erlösrückgang

Der Frankfurter Allfinanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) muss für das Geschäftsjahr 2013 leichte Rückgänge bei Umsatzerlösen, Ergebnis und Jahresüberschuss verbuchen. Dennoch sind Ergebnis und Jahresüberschuss die zweitbesten Werte in der Unternehmensgeschichte.

DVAG

Obwohl der betreute Gesamtbestand der DVAG 2013 auf einen Rekordwert gestiegen ist, hat der Finanzvertrieb weniger verdient.

Die DVAG hat 2013 Umsatzerlöse von 1,1304 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Minus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 259 Millionen Euro und der Jahresüberschuss mit 176,1 Millionen Euro sind laut DVAG die zweitbesten Werte in der Unternehmensgeschichte.

Die Umsatzrendite nach Steuern beträgt wie im Vorjahr 15,6 Prozent. Zugelegt hat die DVAG beim Eigenkapital, das um 2,5 Prozent auf 665,2 Millionen Euro gestiegen ist. Gestiegen sind zudem die Eigenkapitalquote (auf 57,6 Prozent) und die liquiden Mittel (um 6,1 Prozent auf 885,6 Millionen Euro).

“Die DVAG hat 2013 bei schwierigen Marktbedingungen eines der besten Geschäftsergebnisse in ihrer bald 40-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Hiermit konnte sie ihre Marktstellung als größter eigenständiger Finanzvertrieb Deutschlands weiter ausbauen”, kommentiert DVAG-Gründer und Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Reinfried Pohl.

Deutlicher Zuwachs im Bauspar-Neugeschäft

Laut DVAG habe sich der verstärkte Wunsch zahlreicher Kunden nach einer eigenen Immobilie auch im Neugeschäft des Finanzvertriebs niedergeschlagen. Demnach ist das Bauspar-Neugeschäft um 5,9 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen. Auch der Investmentbereich sei um 3,2 Prozent auf 1,93  Milliarden Euro gewachsen.

Das Beitragsaufkommen im Versicherungsgeschäft ist gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 1,24  Milliarden Euro gestiegen. Negativ hat sich das Neugeschäft hingegen in den Bereichen Lebensversicherung (minus acht Prozent auf 12,2 Milliarden Euro) und Baufinanzierung (minus 0,4 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro) entwickelt.

DVAG

Quelle: DVAG

 

Auch der betreute Gesamtbestand hat 2013 laut DVAG einen neuen Rekordwert erreicht. Mit den Sparten Lebensversicherungen, Bausparen, Investmentfondsanlagen und unter Berücksichtigung der Beiträge in den sonstigen Versicherungen sowie der Baufinanzierungen ist das Bestandsvolumen demnach um 1,7 Prozent auf 178,4 Milliarden Euro angewachsen.

Der Bestandszuwachs wurde laut DVAG durch alle Bereiche getragen: Lebensversicherungen plus 1,4 Prozent (auf 133,8 Milliarden Euro); Bausparen plus 2,7 Prozent (auf 22 Milliarden Euro); Investments plus elf Prozent (auf 17,7 Milliarden Euro); Versicherungen plus 3,3 Prozent (auf 7,2 Milliarden Euro gebuchte Beiträge).

Die künftige Geschäftsentwicklung beurteilt der Vorstandsvorsitzende positiv. “Der Start ins Jahr 2014 ist erfreulich verlaufen. Ich blicke mit Optimismus in die weitere Zukunft. So ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen, politischer Unwägbarkeiten und der demografischen Entwicklung die kompetente Beratung der Menschen in finanziellen Angelegenheiten wichtiger denn je. Dies ist die Stärke der DVAG”, so Pohl. (jb)

Foto: DVAG

3 Kommentare

  1. Mir fehlt das kritische Hinterfragen. Die Central hat ja die Praemien erhoeht. Zusaetzliche haben Versicherungen in der Regel eine Dynamik! Ergo: Wachstum findet oft statt, wenn nicht mehr verkauft wird!

    Kommentar von mike — 1. August 2014 @ 01:00

  2. Das ist genauso überraschend wie VW die meisten Autos in Deutschland verkauft

    Kommentar von Jan Lanc — 23. Juli 2014 @ 16:18

  3. Ich glaube die Zahlen benötigen eine Überprüfung. Hier meine Meinung. Steigender Gesamtbestand: Die meisten Verträge besitzen eine Dynamik, zusätzlich hat die Central stark ihre Prämien erhöht. Hohe Gewinne: Der DVAG wird immer wieder vorgeworfen Verträge umzudecken. Es fehlen zahlen wie diese Gewinne zustande kamen und ob und wie viel umgedeckt wurde. Hohe Gewinne trotz Kriese können ihre Ursache in hohen Gebühren oder zu geringer Vergütung der Vertreter haben. Eine Intergrundanalyse wäre sehr hilfreich.

    Kommentar von Cornelius — 5. April 2014 @ 10:39

Ihre Meinung



 

Versicherungen

„Wir sind keine Treppenterrier“

Cash. sprach mit Klaus Hermann, Versicherungskaufmann und Entertainer, über Herrenwitze, Selbstironie, Anglizismen, Unwörter und seine Liebe zur Versicherungsbranche.

mehr ...

Immobilien

Temporäres Wohnen: Wann sich das Konzept für wen lohnt

Das Angebot am Markt für temporäres Wohnen wächst. Die Konzepte bieten Nutzern kleine, möblierte Apartments, die sich durch Komfort und Zugänglichkeit auchzeichnen. Savills zeigt am Beispiel Berlin, dass die Apartments günstiger als Ein-Raum-Wohnungen sind, insofern die Wohndauer nicht mehr als drei Jahre beträgt. 

mehr ...

Investmentfonds

Aquila Capitals nachhaltige Investment-Strategie bestätigt

Aquila Capital hat seinen Status als führender Anbieter nachhaltiger Investmentlösungen in einer aktuellen Analyse von GRESB bestätigt. Die Ergebnisse unterstreichen die weit überdurchschnittliche Leistung im Vergleich zu Wettbewerbern und das Engagement des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit und Transparenz für Anleger.

mehr ...

Berater

Das Bankenmonopol auf Kontodaten endet – doch die Kunden sind ahnungslos

„PSD2? Nie gehört!“ Trotz anderthalb Jahren Vorlaufzeit und einer breiten Medienberichterstattung sind die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 und ihre Auswirkungen bei vielen deutschen Verbrauchern überhaupt nicht präsent.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vertriebsexperte Bernd Dellbrügge verstärkt Führungsteam der Real Exchange AG

Die Real Exchange AG (REAX), Spezialist für Anlagevermittlung und -beratung institutioneller Immobilienanlagen, hat Bernd Dellbrügge zum neuen Director Institutional Sales ernannt. Er berichtet direkt an den REAX-Vertriebsvorstand Heiko Böhnke.

mehr ...

Recht

Gehwegsanierung: Wer muss was bezahlen?

Schön, wenn die Gemeinde den Bürgersteig vor dem Haus neu teert oder pflastert. Gar nicht schön, wenn dann eine Rechnung im fünfstelligen Bereich ins Haus flattert. Müssen die Hausbesitzer bzw. die Anwohner die Kosten übernehmen? 

mehr ...