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14. Mai 2014, 15:48
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Infinus: Eklat bei Gläubigerversammlung

Die erste große Versammlung von Infinus-Anlegern wurde ohne Ergebnis abgebrochen. Das Dresdener Amtsgericht hatte die Gläubiger zur Wahl eines gemeinsamen Vertreters am 13. Mai in die Dresdner Messe geladen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Infinus-Gläubigerversammlung ohne Ergebnis abgebrochen

Die erste Infinus-Gläubigerversammlung wurde am 13. Mai von Insolvenzrichter Erwin Gerster ergebnislos abgebrochen.

Anleger, die bei der Infinus-Konzernmutter Future Business (Fubus) Orderschuldverschreibungen gezeichnet hatten, sollten sich auf der Gläubigerversammlung auf einen Vertreter im Insolvenzverfahren einigen. Im Rahmen der Versammlung sollen Anwälte und Rechtspfleger heftig aneinander geraten sein, so dass es nicht zur Wahl eines gemeinsamen Vertreters kam.

Schon beim Einlass hat es den Berichten zufolge die erste Panne gegeben. Viele der 1300 Teilnehmer (Anleger sowie bevollmächtigte Anwälte) hatten sich demnach nicht – wie vom Amtsgericht vorgesehen – im Vorfeld der Veranstaltung angemeldet. Da zudem für die Registrierung zu wenig Computerterminals zur Verfügung gestanden hätten, habe die Versammlung mit über zwei Stunden Verspätung begonnen.

Befangenheitsantrag gegen Rechtspflegerin

Zunächst habe Insolvenzverwalter Dr. Bruno M. Kühler über den Stand des Insolvenzverfahrens berichtet. Bei der anschließenden Fragerunde sei die Stimmung in der Halle angespannter geworden. Viele Anlegeranwälte halten laut Medienberichten die Wahl eines gemeinsamen Vertreters für unnötig.

Zudem werfen sie Insolvenzverwalter Kühler demnach vor, eine zu große Nähe zum Nürnberger Rechtsanwalt Christian Gloeckner, der erste Kandidat für das Amt des gemeinsamen Vertreters, zu haben. Die Frage nach der Vergütung des gemeinsamen Vertreters sei unbeantwortet geblieben.

Anwälte und Gläubigervertreter stellten im Laufe der Versammlung Befangenheitsanträge gegen die den Vorgang leitende Rechtspflegerin Rony Danko. Über den Befangenheitsantrag gegen Danko wurde nicht mehr entschieden. Insolvenzrichter Erwin Gerster unterbrach die Sitzung gegen 17:30 Uhr. Ein Termin, an dem die Versammlung fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. (jb)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Die Rechtsanwälte freuen sich doch riesig über diese Mandate weil die sich die Taschen voll machen. Leider ist die Gesetzgebung dahinter…

    Kommentar von Jan Lanc — 16. Mai 2014 @ 15:02

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