Anzeige
Anzeige
4. April 2014, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Infinus: Schaden größer als vermutet

Vom Skandal um die Infinus-Gruppe sind laut Bruno Kübler, Insolvenzverwalter der Holding Future Business (Fubus), rund 40.000 Anleger betroffen. Auch die Forderungen liegen mit rund einer Millarde Euro, deutlich höher, als ursprünglich angenommen.

Infinus: Fubus-Insolvenzverfahren eröffnet

Laut Insolvenzverwalter Kübler sind rund 40.000 Anleger von der Insolvenz der Infinus-Holding Fubus betroffen.

Zu Beginn des Infinus-Skandals waren die Ermittler der Staatsanwaltschaft Dresden von rund 25.000 betroffenen Anlegern und einer einer Schadenssumme von etwa 400 Millionen Euro ausgegangen. “Das Insolvenzverfahren über die Fubus-Gruppe ist in seiner Komplexität und wirtschaftlichen Bedeutung das vielleicht schwierigste Verfahren in meiner bisher fünfunddreißigjährigen Verwalterpraxis”, sagte Kübler anlässlich einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Fubus-Insolvenzverfahrens am 1. April.

Kübler ist auch vorläufiger Insolvenzverwalter des Infinus-Haftungsdachs und verwaltet zudem das Privatinsolvenzverfahren von Jörg Biehl, dem persönlich haftenden Gesellschafter der Fubus (Verfahrenseröffnung voraussichtlich im Laufe des Monats April) sowie der Infinus PR & Marketing (Verfahren am 1. April eröffnet). Sein Kanzleipartner Dr. Franz-Ludwig Danko verwaltet die zum Fubus-Konzern gehörenden Infinus Financial Partner, Moritzburger Versicherungsmakler und Capital Business (alle Verfahren am 1. April eröffnet).

Anleger verlieren voraussichtlich 80 Prozent

Laut Kübler haben die Orderschuldverschreibungsgläubiger, die nach Zahl und Anlagevolumen größte Gläubigergruppe bilden, – ebenso wie eine geringe Zahl von sonstigen Gläubigern – gute Aussichten, am Ende des Verfahrens zumindest einen Teil ihrer Forderungen zurückzuerhalten. Sicher ist, dass dies aufgrund der fast beispiellosen Komplexität dieses Verfahrens einige Jahre dauern wird.

Die Gläubiger der Infinus-Holding Fubus werden laut Kübler wohl nur ein Fünftel ihres investierten Geldes zurückbekommen. “Zur Bedienung der Insolvenzforderungen im normalen Rang in Höhe von rund 684 Millionen Euro stehen rund 140 Millionen Euro zur Verfügung, was einer Quote von rund 20 Preozent entspricht”, so Kübler.

Sollten Genussrechtsgläubiger und Nachranggläubiger in Höhe von rund 103 Millionen Euro auch im normalen Rang zu befriedigen sein und die Insolvenzforderungen sich damit auf 787 Millionen Euro erhöhen, ergibt sich demnach zur Bedingung dieser Forderungen eine Quote von rund 18 Prozent. Die wichtigsten Informationen für Gläubiger hat Kübler auf der Gläubigerinformationsseite gesammelt. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...