Anzeige
Anzeige
20. August 2014, 09:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Provisions- und Honorarberatung aus Kundensicht

Egal ob Provision oder Honorar – keines der beiden Modelle ist ein Selbstläufer. Vielmehr benötigt der Kunde neben der reinen Information und Aufklärung eine Übersetzung von Fachinformationen in seine Sprache.

Gastbeitrag von Prof. Dr. Rolf Tilmes, PFI Private Finance Institute

Verbraucher

Verbraucher haben zu geringe Kenntnisse über die Vergütungsstrukturen und die konkreten Provisionshöhen im Finanzdienstleistungssektor.

Verfechter beider Modelle tragen vom jeweiligen Standpunkt nachvollziehbare Argumente vor und wenn man mal von schwarzen Schafen absieht – die es überall gibt – zeigt sich auch, dass weder die eine noch die andere Vergütungsform für den Kunden in jedem Fall zwingend zu günstigeren Konditionen oder besserer Beratung führen muss.

Kein Allheilmittel

Denn ob der Berater das Geld als Provision oder Honorar verdient, ändert nicht zwingend etwas an den Kosten, sondern ist vielmehr davon abhängig, um welche Beratungs- oder Vermittlungsleistung es geht und wie gut der Kunde das Honorar beziehungsweise die Provision verhandelt hat.

Ebenso ist zwar die Honorarberatung qua definitione am besten geeignet, etwaige Interessenkonflikte zwischen Kunde und Berater zu minimieren, gänzlich ausschließen kann sie diese aber auch nicht. Denn auf der Basis von Informationsasymmetrien können im Rahmen indirekter Vergütungsstrukturen, wie sie bei Provisionen der Fall sind, zwar institutionenökonomisch als Qualitätsunsicherheit, Hold up und Moral Hazard bezeichnete Probleme auftreten, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass jeder auf Provisionsbasis tätige Berater diese auch zum Nachteil seines Kunden ausnutzt. Denn letztlich sind sowohl der auf Provisionen als auch der auf Honorar tätige Berater an stabilen und langfristigen Beziehungen zu zufriedenen Kunden interessiert.

Eine Frage der Vergütungspräferenz

Ob der Kunde sich daher für einen auf Honorar- oder Provisionsbasis agierenden Berater entscheidet, sollte daher weniger unter möglichen “Missbrauchsaspekten” der jeweiligen Vergütungsform, sondern unter dem Blickwinkel der jeweiligen Nachfragepräferenz betrachtet werden.

Seite zwei: Kunde bei Vergütung ahnungslos

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...