„Die Beratungslücke ist gewachsen“

Christian Nuschele, Leiter des Maklervertriebs bei Standard Life Deutschland, hat mit Cash. über die Auswirkungen des Provisionsverbots in Großbritannien gesprochen.

„Kunden in Großbritannien haben es heute mit weniger, aber besser qualifizierten und professionelleren Beratern zu tun. Makler haben sich von reinen Produktverkäufern zu Beratern entwickelt“.

Cash.: Deutsche Makler- und Vermittlerverbände warnen vor einer drohenden Unterversorgung der Bevölkerung mit Versicherungs- und Anlageprodukten bei Abschaffung der Provision. Inwieweit lässt sich dieses Szenario durch die Erfahrungen in Großbritannien bestätigen?

Nuschele: Eine Unterversorgung ist aus meiner Sicht nicht festzustellen. Es ist sicherlich richtig, dass in den letzten Jahren die Beratungslücke gewachsen ist, also viele Kunden keinen Zugang zu einer qualifizierten, unabhängigen Beratung mehr haben. Auf dem britischen Markt ist es zu einer Zweiteilung gekommen. Auf der einen Seite ist das Geschäft mit standardisierten Online-Produkten im Zuge der Digitalisierung stetig gewachsen.

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Auf der anderen Seite dominieren unabhängige Makler die persönliche Beratung im Premiumsegment. Während sich der Online-Bereich in Großbritannien vor allem auf Kunden mit niedrigen Einkommen fokussiert, legen die unabhängigen Vermittler ihren Schwerpunkt auf die Beratung von vermögenden Kunden.

Seite zwei: „Makler haben an Bedeutung gewonnen“

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