Anzeige
26. November 2015, 08:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Maklerverträge auf den aktuellen Stand bringen”

Thomas Suchoweew und Oliver Petersen haben Anfang 2014 den Makler Nachfolger Club e. V. ins Leben gerufen, um Makler bei der Nachfolgeplanung zu unterstützen. Mit Cash. haben Sie über Fallstricke bei der Nachfolgeregelung gesprochen.

Maklerbestand

Die Vorstände des Makler Nachfolger Club e.V.: Thomas Suchoweew (links) und Oliver Petersen.

Cash.: Was sind die größten Herausforderungen für Makler, die ihren Bestand beziehungsweise ihr Unternehmen verkaufen wollen?

Suchoweew: Die größte Herausforderung ist, einen passenden Käufer zu finden, der bereit und in der Lage ist, einen adäquaten Preis zu bezahlen und die Kunden im Sinne des ehemaligen Bestandsinhabers zu betreuen.

Wie können Makler den Verkauf vorbereiten?

Petersen: Sie sollten ihren Bestand analysieren und eine Veräußerbarkeit zu einem vernünftigen Preis sicherstellen, indem sie zum Beispiel die Maklerverträge auf den aktuellen Stand bringen mit dem aktuellen Datenschutz und Nachfolgerklauseln. Je transparenter der Bestand beziehungsweise das Unternehmen ist und je digitaler die Datenbestände sind, umso besser kann der potenzielle Käufer prüfen, was er kauft und erlebt keine bösen Überraschungen.

Welchen Zeithorizont sollten Makler für den Verkauf und dessen Vorbereitung ansetzen?

Suchoweew: Da gibt es keine festen Größen. Wir haben Bestände schon innerhalb weniger Wochen vermittelt, die bisher längste Transaktion dauerte fast zwei Jahre. Wenn der Makler sich selbst um einen Nachfolger kümmert kann das unter Umständen Jahre dauern und wenn sich erst mal rumgesprochen hat, das er verkaufen will, fällt der Kaufpreis gewaltig.

Ein bedeutender Punkt ist der Wert des Bestandes. Wie können Makler den Bestandswert erhöhen?

Suchoweew: Einer der entscheidenden Faktoren ist das Thema Datenschutz. Darf der Nachfolger überhaupt auf die Kunden zugehen, sie anrufen, Emails senden oder kann er sie nur per Post anschreiben oder warten, bis sich einer der Bestandskunden bei ihm meldet? Die Verwertbarkeit der Daten und die erlaubten Kommunikationswege sind unserer Erfahrung nach wesentliche Preisfaktoren. Maklerverträge mit aktuellen Datenschutz- und Nachfolgeklauseln sind hier entscheidend. Eine weitere wichtige Frage ist das Bestandsgemenge. Wie viele Kunden sind in welchen Sparten bei welchen Gesellschaften? Wie verhalten sich diese Gesellschaften bei einer Übergabe? Wie schnell werden Bestände courtagewirksam übergeben? Wie ist die Vertragsdichte, die Altersstruktur, die regionale Verteilung, etc.? Gut gepflegte und transparente Kunden- und Vertragsdaten in modernen EDV-Systemen werden immer wichtiger. Makler, die ihre Kunden noch mit Hängeregistern verwalten, werden deutliche Abschläge in den Preisverhandlungen hinnehmen müssen.

Seite zwei: “Zielgerichtete Vorbereitungen”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Elternunterhalt: Zehn Situationen, in denen Kinder nicht zahlen müssen

Geld für den Unterhalt der eigenen Eltern zu zahlen ist neu und sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für seine Kinder schwer zu akzeptieren. Daher stellt sich immer wieder die Frage: Wer muss überhaupt zahlen? Oder was ist zu tun, damit man den eigenen Kindern nicht zur Last fällt? Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Immobilien

Bundestagswahl 2017: “Grundproblem des Immobilienmarktes erkannt”

Mittlerweile haben alle Parteien ihre Wahlprogramme veröffentlicht. Oliver Moll, Geschäftsführer und Inhaber von Moll & Moll Zinshaus, beleuchtet die Forderungen für den deutschen Immobilienmarkt. Dritter Teil: Wie sehen die Pläne der CDU aus?

mehr ...

Investmentfonds

Zwei Fonds gegen steigende Zinsen

Mit dem erneuten Anheben der Leitzinsen der Fed in den USA scheint die Trendwende zu höheren Zinsen eingeläutet. Investoren, die sich dagegen schützen wollen, bietet Lyxor im High-Yield-Bereich nun zwei neue ETFs an.

mehr ...

Berater

Strafzinsen: Banken bunkern Bargeld

Kreditinstitute in Deutschland bunkern nach Angaben von Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele zunehmend Bargeld, um Strafzinsen fürs Geldparken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vermeiden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...