23. November 2015, 08:15
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“Wir haben mit allen Kunden persönlich gesprochen”

Welchen Zeithorizont haben Sie vorgesehen?

AR: Nachdem mein Vater, meine Schwester und ich 2009 beschlossen haben, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, war für meinen Vater schnell klar, dass wir – seine Kinder – die Zukunft der Firma sind. Er hat es uns ermöglicht, seine Philosophie und seinen Namen weiterzuführen, ohne von heute auf morgen auf ihn verzichten zu müssen. Da wir frühzeitig begonnen haben, die Betriebsübernahme anzugehen, gehen wir davon aus, dass diese im Jahr 2019 beendet ist.

HR: Wir haben – im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen – das Privileg, unseren Kunden nachweislich das Versprechen geben zu können, sie auf ihrem gesamten Lebensweg zu begleiten. Dies ist uns nur möglich, weil wir verstanden haben, die Nachfolge rechtzeitig zu regeln.

Worauf sollte bei der Bestandsübertragung geachtet werden?

HR: Uns war es immer wichtig, den Kunden gegenüber transparent zu sein und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Somit kam für uns nie infrage, eine klassische gesamtheitliche Bestandsübertragung durchzuführen.

Welche Fallstricke lauern bei der Betriebsübernahme?

AR: Es sollte darauf geachtet werden, dass es ein langsamer und geplanter Prozess ist, bei dem jeder Kunde involviert wird und auch nach der Übertragung ohne Qualitätsverluste und auf demselben Niveau beraten wird. Dafür sind entsprechende Qualifikationen und das notwendige Knowhow wichtig.

Wie haben Sie die Betriebsübernahme an Ihre Kunden kommuniziert und wie haben diese reagiert?

HR: Es wurden mit allen Kunden persönliche Gespräche geführt, was zeigt, welchen zeitlichen Umfang eine professionelle Betriebsübernahme erfordert. Einige Kunden waren zuerst unsicher, was das in Zukunft für sie bedeutet. Jedoch wurden sie langsam an den Prozess der Übernahme hingeführt und die Veränderungen waren nicht abrupt, da ich weiterhin für sie als Berater da bin. Dadurch waren die Reaktionen sehr positiv. Zusätzlich finden es viele von ihnen inzwischen äußerst vorteilhaft, gleich zwei kompetente Ansprechpartner zu haben.

Womit haben Sie rückblickend am meisten kämpfen müssen?

AR: Mein Alter war durchaus ein Thema und demzufolge sind beziehungsweise waren einige Kunden längere Zeit stark auf meinen Vater fixiert, sowohl bei Terminen als auch bei Telefonaten. Man musste den Kunden erst beweisen, welche Qualitäten als Berater in einem stecken und den Nachweis erbringen, dass man durchaus kompetent ist, sie ebenfalls professionell zu beraten.

Interview: Julia Böhne

Foto: Thomas Bernhardt

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