Anzeige
Anzeige
1. Dezember 2016, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

Aktuell erfreuen sich Honorarvereinbarungen – zum Beispiel bei der Vermittlung von Nettotarifen – und Servicepauschalen einer großen Beliebtheit unter Versicherungsvermittlern. Hiermit könnte jedoch bald Schluss sein – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums geht.

Gastbeitrag von Jens Reichow, Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

“Der Referentenentwurf schwächt den Status des Versicherungsmaklers als Sachwalter des Versicherungsnehmers, indem er ihn flexiblerer Vergütungsmodelle beraubt.”

Seit wenigen Tagen liegt der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Umsetzung der Insurance Distribution Directive (IDD) vor. Dieser sieht in Paragraf 34d Abs.1 GewO-E ein Verbot für Versicherungsvermittler vor, sich vom Versicherungsnehmer eine Vergütung gewähren zu lassen. Stattdessen soll die Vergütung für die Tätigkeit des Versicherungsvermittlers ausschließlich das Versicherungsunternehmen tragen.

Gerade für Versicherungsmakler, welche im Auftrag des Versicherungsnehmers tätig sind, ist diese Regelung nur schwer verständlich. Es ist nicht ersichtlich, weshalb sich der Versicherungsmakler nicht vom Versicherungsnehmer als seinem Auftraggeber vergüten können lassen sollte.

Vermittler ohne wirksamen Vergütungsanspruch

Unklar sind bislang die Folgen eines Verstoßes des Versicherungsvermittlers gegen die geplante gesetzliche Regelung.

Entgegen dem Verbot abgeschlossene und bisher übliche Honorarvereinbarungen wären zukünftig wohl wegen Verstoß nach Paragraf 134 BGB unwirksam. Der Vermittler hätte damit gegenüber dem Kunden keinen wirksamen Vergütungsanspruch mehr.

Seite zwei: IDD-Entwurf schwächt Status des Maklers

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Warum glaubt der Autor, dass auch SERVICEGEBÜHRENMODELLE für MEHRWERT-LEISTUNGEN nicht mehr erlaubt sind?
    Vielen Dank für eine Information!
    mfg Christian Schwalb

    Kommentar von Christian Schwalb — 1. Dezember 2016 @ 23:31

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Studie: DSGVO verunsichert Assekuranz

Ein positives Kundenerlebnis, Kundenzufriedenheit und Kundenkommunikation werden für die Versicherer immer wichtiger. 70 Prozent intensivieren ihre Bemühungen, weil die Ansprüche der Kunden steigen. Eine große Rolle spielen dabei Kundendaten. Bis heute weiß aber jeder zweite Versicherer (50 Prozent) noch nicht, wie stark die Auswirkungen der DSGVO auf den operativen Betrieb sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Quadient Germany unter Versicherungsunternehmen.

mehr ...

Immobilien

Umsatz in der Bauindustrie wächst weiter kräftig

Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

mehr ...

Investmentfonds

May sagt Abstimmung über Brexit-Deal ab

Die britische Premierministern Theresa May hat die für morgen (Dienstag) geplante Abstimmung des Parlaments über das Brexit-Abkommen abgesagt. Das berichtet die Nachrichtenagentur “Reuters”. Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte, Großbritannien habe “keine funktionierende Regierung mehr”.

mehr ...

Berater

Fintechs: Frankfurt fällt zurück – Berlin und München vorn

Die Bankenstadt Frankfurt fällt trotz aller Bemühungen für mehr junge Finanzfirmen hinter die Konkurrenz zurück. So heißt es in einer Studie der Bank Comdirect, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Anselm Gehling scheidet als CEO der Dr. Peters Group aus

Anselm Gehling (51), Chief Executive Officer der Dr. Peters Group in Dortmund, verlässt am Jahresende 2018 das Unternehmen und gibt zeitgleich alle Geschäftsführungspositionen ab. Die Nachfolgerin stammt aus der Familie Salamon. 

mehr ...

Recht

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...