„Persönliche Beratung bleibt unersetzlich“

Welche Rolle wird die persönliche Beratung in Zukunft spielen?

Persönliche Beratung wird auch in Zukunft nicht zu ersetzen sein – gerade weil das Informationsangebot aus dem Internet so groß und damit in seiner Vielfalt unübersichtlich ist. Es kommt darauf an, die Informationen für den Kunden individuell zu bewerten und in seine persönliche Vermögenssituation einzuordnen.

Wie wichtig wird künftig ein großes Filialnetz noch sein?

Die Nähe zu den Kunden wird sowohl durch die Präsenz vor Ort als auch durch die Digitalisierung erreicht: Banking wo und wann immer Sie wollen. Das ist der Anspruch für uns als Hamburger Volksbank.

Fintechs und Robo-Advisors versuchen, sich mit verschiedenen Angeboten im Bereich Banking zu etablieren. Wie stehen Sie zu den neuen Wettbewerbern?

Sie geben vor allem Impulse für unsere Prozesse wie zum Beispiel eine effektive Bündelung von Bearbeitungsprozessen, damit wir insgesamt schneller in der Abwicklung werden. Robo-Advisors werden sich nach meiner Einschätzung weiter etablieren, können allerdings nicht „zaubern“ und risikolos zehn Prozent p.a. für Investoren generieren.

Werfen Sie einen Blick in die Glaskugel: Wie wird Private Banking im Jahr 2030 aussehen?

Es wird auch 2030 Kunden und Berater geben, die gemeinsam passende Finanzstrategien entwickeln und umsetzen. Bis dahin werden sich sicherlich Wege und Werkzeuge der Kommunikation weiterentwickelt haben – und es wird andere Börsenkurse geben als heute.

Interview: Julia Böhne

Foto: Florian Sonntag

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