Anzeige
4. April 2016, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Social Sharing: So wertvoll ist Online-Mundpropaganda

Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, ist das Web. Das klassische Weitererzählen erlebt als Online-Mundpropaganda eine unbändige Renaissance. “Social Sharing” wird dies auch genannt. Es ist Risiko und Chance zugleich.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

Anne-M -Schueller1 in Social Sharing: So wertvoll ist Online-Mundpropaganda

Anne M. Schüller: “Wer Bewertungen im Web erhält, macht seine Kunden im negativen Fall zu Beratern und im positiven Fall zu wertvollen Vorverkäufern.”

Mundpropaganda im Web ist für jeden Anbieter interessant. Wenn ich allerdings mit Verkäufern darüber rede, stellt sich heraus: Die Angst vor negativem Online-Gerede ist immens. Und wenn ich auf Vorträgen meine Zuhörer frage, dann glaubt die große Mehrheit, dass negative Mundpropaganda bei Weitem überwiegt. Doch das ist falsch.

Positive Meinungen überwiegen

“Der verbreitete Glaube, dass sich Menschen nur dann Zeit zum Posten nehmen, wenn sie eine negative Erfahrung loswerden wollen, ist einfach nicht wahr!”, sagt Steve Kaufer, CEO des Reisebewertungsportals Tripadvisor. “Die überwiegende Mehrzahl der über 20 Millionen Meinungen, die wir erhalten haben, ist positiv.”

Und beim österreichischen Suchportal herold.at bestätigt man mir: “Etwa 80 Prozent der bei uns eingestellten Bewertungen sind positiv.” Eine globale Nielsen-Studie zeigt, dass nur 33 Prozent aller Europäer dazu neigen, im Web über negative Produkterfahrungen zu berichten. Der weltweite Schnitt liegt übrigens bei 41 Prozent.

“Die Ersten, die kommen”, so Markencoach Michael Domsalla, “sind immer die Guten. Weil nur die, die dich lieben, Zeit investieren, um das anderen mitzuteilen.”

Keiner will als Miesepeter gelten

Ein weiterer Grund wird wohl der folgende sein: Bei Menschen, die man weniger kennt, will man einen guten Eindruck machen. Wer will schon in seinem Umfeld als Miesepeter und ewiger Nörgler gelten? Genauso, wie man sich hübsch macht, wenn man in die physische Öffentlichkeit geht, will man sich auch auf den Marktplätzen im Web von seiner Schokoladenseite zeigen.

Ist eine negative Bewertung denn überhaupt eine Katastrophe? Wenn negative Bewertungen die einzigen sind, die man bezieht, dann sicher ja. Ansonsten gilt: Es kommt darauf an. Erhält etwa ein Arzt abratende Kommentare, machen sich sicher gleich Zweifel breit, und man geht lieber anderswo hin.

Bei Angeboten aus dem Konsumentenbereich hingegen stützen vereinzelte ungünstige Hinweise sogar die Glaubwürdigkeit. Denn jeder weiß: Wo Licht ist, ist immer auch Schatten. Ausschließlich positive Bewertungen in großer Zahl machen uns argwöhnisch: das Ganze wirkt manipuliert.

Seite zwei: Umsatzanstieg von 30 Prozent

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trendprodukt Fondspolicen – Aktien Europa – Zweitmarkt 2018 – Andrang auf Zinshäuser 

Ab dem 25. Januar im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Ordnungspolitische Sünden am Fließband

Am vergangenen Freitag den zwölften Januar gingen die Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD zu Ende. Nun wird Kritik an der Entscheidung, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen laut – jedoch nicht wegen den Ergebnissen zu Altersvorsorge und Pflege.

Die Weirich-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Immobilieninvestment 2018: Abkühlung auf hohem Niveau

Im vergangenen Jahr konnte der deutsche Markt für Immobilieninvestments fast überall kräftiges Wachstum verzeichnen. Wie sich die Branche 2018 weiterentwickeln wird, prognostiziert das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2018 von EY Real Estate.

mehr ...

Investmentfonds

Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone

Die Eurozone scheint sich von ihrer Finanzkrise zu erholen. Doch führende französische und deutsche Ökonomen sind sich sicher, dass dieser Aufschwung nicht nachhaltig ist, sie schlagen in einem Papier grundlegende Reformen vor. Zu den Autoren zählen auch Clemens Fuest und Marcel Fratzscher.

mehr ...

Berater

Blau direkt startet Web-App

Der Maklerpool Blau direkt hat eine Web-App für die hauseigene Anwendung “simplr” gestartet. Wie das Lübecker Unternehmen mitteilt soll die Web-App Kunden unter anderem den Vorteil bieten, dass sie nicht erst auf dem Smartphone installiert werden muss und auf sämtlichen Endgeräten funktioniert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weiterer Chef bei Hamburg Trust

Der Hamburger Immobilien-Investmentmanager Hamburg Trust Grundvermögen und Anlage GmbH hat die Geschäftsführung ab dem 1. Januar 2018 durch Oliver Priggemeyer verstärkt.

mehr ...

Recht

Bundesbank-Vorstand: Bitcoin-Regulierung ist nur eine Frage der Zeit

Kryptowährungen wie Bitcoin sind in Deutschland bislang unreguliert, das wird sich bald ändern. Das geht aus einer Aussage des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Joachim Wuermeling, hervor. Erste Schritte habe man bereits unternommen.

mehr ...