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4. Februar 2016, 15:00
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Streiten mit den Fintechs? Bleiben Sie lieber sachlich!

Ziemlich hohe Wellen schlägt gerade der offen ausgetragene Streit zwischen der DVAG und Knip. Die Fintechs mit ihren Versicherungs-Apps stoßen bei den Kunden offenbar auf ein sehr viel größeres Interesse als vielen etablierten Marktteilnehmern lieb ist. Als Makler kann ich da nur empfehlen: Ruhe bewahren und die eigenen Kunden sachlich aufklären.

Kommentar von Peter Przybilla, Hengstenberg & Partner

Streiten mit den Fintechs? Bleiben Sie lieber sachlich!

Peter Przybilla: “Als Berater konnte ich bisher noch jeden Kunden zu uns zurück holen.”

Haben Sie in Ihrem Kundenbestand auch schon Makler-Wechsel zu einem der neuen Fintechs erleben dürfen? Es ist kein schönes Gefühl wenn plötzlich Verträge “mir nichts, dir nichts” aus dem Bestand verschwinden. Wohin soll das führen? Wird es bei Einzelfällen bleiben?

Ich kenne mich aus, denn auch unser Makler-Unternehmen ist davon betroffen. Doch im Gegensatz zur DVAG laufen wir nicht herum wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Wir setzen uns in solchen Fällen sofort mit dem jeweiligen Kunden in Verbindung und stellen Fragen. Etwa danach, was ihn dazu veranlasst hat, einen Maklerwechsel durchzuführen.

Kunden fallen aus allen Wolken

Regelmäßig fallen die Kunden bei dieser Frage aus allen Wolken, denn einen Maklerwechsel wollte noch keiner durchführen. Man will einfach nur seine Versicherungsverträge in einer App sehen und verwalten. Die Beratung und Betreuung sollte aus der Sicht der Kunden selbstverständlich weiterhin bei uns stattfinden.

Der springende Punkt bei der Auseinandersetzung mit Fintechs wie Clark, GetSafe oder Knip ist doch, dass den allermeisten Kunden gar nicht bewusst ist, dass sie mit ihrem Versicherungsmakler einen langfristigen Vertrag geschlossen haben, der im Verhältnis zwischen Versicherung und Berater eine laufende Courtage als Vergütung vorsieht.

Viele Kunden wissen bestenfalls, dass beim Abschluss eines neuen Vertrages eine Abschlussprovision für den Berater anfällt. Vielen Kunden ist auch nicht bewusst, dass es zu jedem Vertrag nur ein Maklermandat geben kann. Ist dieses erst einmal auf eine der neuen Versicherungs-Apps übertragen, kann der bisherige Berater nichts mehr tun.

Uns ist das vollkommen klar, viele Kunden aber meinen, sie könnten das Beste aus beiden Welten haben: Hier die tolle App und da die persönliche Betreuung.

Seite zwei: Vermeintliche “digitale Freiheit”

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1 Kommentar

  1. Tja lieber Herr Kollege Przybilla,
    das ist doch eine deutliche Kehrtwendung zu Ihrem letzten Artikel als FinTechs noch keine Gefahr waren und eine App vollkommen unnötig … siehe Cash. vom 13.11.2015 unter http://www.cash-online.de/versicherungen/2015/makler-ohne-app/288202

    Willkommen in der neuen Welt.

    Kommentar von Marcus Dippold — 7. Februar 2016 @ 13:58

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