„Wir verfallen angesichts des Fintech-Hype nicht in Hektik“

Stefan Liebig, Geschäftsführer des Pegnitzer Maklerverbundes VFM, hat am Rande der Know-how-Börse in Würzburg mit Cash.Online über Digitalisierung, das vergangene Geschäftsjahr und die Agenda für 2016 gesprochen.

Stefan Liebig: „Unsere Verbundmmitglieder sollten wissen, dass VFM der richtige Partner ist, um sie bei der Digitalisierung zu begleiten.“

Cash.: Seit wann veranstalten Sie die Know-how-Börse und welche Ziele verfolgt die Veranstaltung?

Liebig: Die Idee der Know-how-Börse geht fast auf die Anfänge von VFM zurück. Die erste Know-how-Börse fand in einem Hotel mit ca. zwanzig Leuten statt. Auf dem Hotelflur waren die „Stände“ der teilnehmenden fünf bis sechs Versicherer an kleinen Tischen aufgebaut.

Die Veranstaltung hat – damals wie heute – zum Ziel, Verbundmitglieder zusammen zu bringen sowie den Know-how-Transfer und Austausch untereinander zu fördern. Wir haben daraus nie eine öffentliche Veranstaltung gemacht und es hat sich zu einem jährlich sehr erfolgreichen Format entwickelt. In diesem Jahr konnten wir bereits die 24. Know-how-Börse begehen – mit immerhin knapp 500 Teilnehmern.

Ein zentrales Thema der diesjährigen Veranstaltung war die Digitalisierung. Was sollen die Vermittler mitnehmen?

Ihnen sollte bewusst sein, dass wir in einem sich stark verändernden Marktumfeld unterwegs sind und dass diese Veränderungen auch passieren müssen. Die ganz neuen Ideen, die jetzt in den Markt getragen werden, sollte man genau prüfen, für sich das Positive heraus ziehen und in den eigenen geschäftlichen Alltag einfließen lassen. Unsere Verbundmitglieder sollten wissen, dass VFM der richtige Partner ist, der sie auf diesem Weg begleitet.

Mit Dominik Groenen haben Sie auch einen Fintech-Vertreter zur Know-how-Börse eingeladen. Wie stehen Sie zur Fintech-Thematik?

Wenn man den aktuellen Fintech-Hype beobachtet, könnte man meinen, dass der „frühe Vogel“ den Wurm fängt. Man könnte aber auch sagen: „Die zweite Maus bekommt den Käse.“. Ich halte es tatsächlich für angebracht, die Entwicklung zunächst zu beobachten und abzuwarten. Dennoch nehmen wir das gesamte Thema grundsätzlich sehr ernst.

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Was die Fintech-Szene an sich angeht, unterscheiden wir ganz klar danach, wer hinter den Unternehmen steht – wenn jemand vom Fach im Hintergrund agiert, nehmen wir das Fintech natürlich ernster. Wir verfallen jedoch nicht in Hektik, sondern schauen uns an, welche Lösungen für Kunden und Vermittler sinnvoll sind. Basierend darauf werden wir dann agieren.

Seite zwei: „Versicherer sind das ‚Zünglein an der Waage'“

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