5. Mai 2017, 14:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sechs Don’ts bei der Generationenberatung

Bei der Generationenberatung sollte der Berater, wenn er Themen wie Vollmachten oder das Testament aufgreift, eine scharfe Trennlinie zwischen Information und Beratung ziehen – denn stößt er zu weit ins Terrain der Rechtsdienstleistung vor, macht er sich haftbar.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Generationenberatung

Margit Winkler: “Generationenberatung ist eine ergänzende Dienstleistung für die Finanzbranche. Es geht darum Tipps zu geben, was der Kunde im rechtlichen und medizinischen Bereich allgemein zu beachten hat.”

Generationenberatung ist für die Finanzbranche eine großartige Möglichkeit, sich mit Wissen und starken Netzwerkpartnern zu positionieren und den Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Besonders in Zeiten von niedrigen Zinsen und immer geringeren Provisionen sind funktionierende neue Konzepte gefragt.

Im Rahmen einer Generationenberatung sollten folgende acht Punkte beachtet und absolut eingehalten werden:

1. Information versus Beratung: Im gesamten Wording darf keine Formulierung bei Vollmachten, Patientenverfügung und Testament auftauchen, die eine Beratung zum Ausdruck bringt. Falsch: Ich berate Sie zu Vollmachten. Richtig: Ich informiere …

2. Nicht auf Experten verweisen: Dem Kunden den Eindruck vermitteln, dass keine Experten notwendig sind oder gar ein Beraterhonorar verlangen, das sich auf das Beraten oder sogar auf das Erstellen von anwaltlichen Dokumenten bezieht.

3. Kein indirektes Honorar: Es ist auch nicht möglich, ein Honorar zu verlangen, in dem die anwaltliche Dienstleistung einbezogen ist. Hier ist Klarheit nötig und wichtig. Anwaltliche Leistungen sind von Juristen zu erbringen und von ihnen auch direkt abzurechnen.

4. Keine Konkretisierung: Dem Kunden sagen, was er in seinem konkreten Fall bei Vollmachten, Patientenverfügung und Testament tun sollte oder konkrete Aussagen zu einem bereits bestehenden Dokument treffen.

Seite zwei: Keine Formulare für den Kunden ausfüllen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ruhestand: Wohin mit den Rücklagen?

Einer aktuellen Umfrage der Postbank zufolge haben sich 62 Prozent der deutschen Rentner ein finanzielles Polster für den Lebensabend aufgebaut. Wie legt man diesen Vorrat im Alter am besten an und wie verbraucht man ihn sinnvoll?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

“Kaiser ohne Kleider”: Kritik an Scholz nach geplatzter Fusion

Für Olaf Scholz (SPD) ist es eine mehr als unangenehme Nachricht: Die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt – ein Projekt, für das sich der Finanzminister ungewöhnlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...