Anzeige
27. April 2017, 09:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ruhestandsplanung: Beratungsansätze für einen unbearbeiteten Markt

Der demografische Wandel hat weitreichende Konsequenzen in allen Bereichen des Lebens. In der Finanzvorsorgeindustrie mangelt es zur Zeit allerdings noch an hochwertigen konzeptionellen Beratungsansätzen für die Zielgruppe 50plus.

Gastbeitrag von Olaf Neuenfeldt und Ronald Perschke, Initiative Ruhestandsplanung

Ruhestandsplanung

Olaf Neuenfeldt, Vorstand der Initiative Ruhestandsplanung: “Der Beratungsansatz bei der Ruhestandsplanung ähnelt den Ansätzen üblicher Beratungsstrukturen in der Vorsorgeplanung, allerdings mit einem speziellen Blickwinkel auf die neue Lebensphase.”

Nahezu 75 Prozent des Vermögens und 50 Prozent der Kaufkraft sitzen bei den 33 Millionen Bürgern über 50 Jahre. Welche Bedürfnisse diese Zielgruppe in der zweiten Lebenshälfte hat, ist oftmals in der Finanzvorsorgebranche noch immer unbekannt. Zum Glück stehen wir erst am Beginn des Megatrends “demografischer Wandel”.

Markt 50plus nahezu unbearbeitet

Allerdings blieb der Markt 50plus bisher nahezu unbearbeitet: 90 Prozent der Kunden sind konzeptionell unberaten. Der Markt braucht neue Ansätze, die Berater neue Kunden. Aber Ruhestandsplanung ist kein ausschließliches Produktthema und daher nicht einfach in der Umsetzung.

Erfahrungen aus der Altersvorsorgeberatung sind nur begrenzt übertragbar. Für ein eigenes erfolgreiches Geschäftsfeld “Ruhestandsplanung” benötigt man als Berater – neben besonderen Fachkenntnissen – vor allem genaue Kenntnisse über die Zielgruppe und passende Beratungs- und Gesprächskonzepte.

Der Beratungsansatz bei der Ruhestandsplanung ähnelt den Ansätzen üblicher Beratungsstrukturen in der Finanzvorsorgeplanung, allerdings mit einem speziellen Blickwinkel auf die neue Lebensphase.

Die meisten Produktlösungen für die Zielgruppe 50plus und den Ruhestand sind vorhanden, teilweise werden diese Konzepte nicht zu Ende gedacht oder schlecht “verpackt” und daher nicht beraten beziehungsweise verkauft. Und es gibt damit natürlich vor allem für Produktanbieter und Vertriebe ungehobenes Marktpotenzial. Ein paar Beispiele:

 -> Patientenverfügungen, Vollmachten, etc.: Störfaktoren sind wichtige Themen, die die Sicherstellung des Lebensstandards, zum Beispiel Spar- und Entsparprozesse, gefährden können. Zu den klassischen Störfaktoren, wie Vermögensgefährdungen (Haftpflicht, Hausrat) und Gesundheitsstörungen (Unfall, Berufsunfähigkeit, Krankheit), bekommen in der Ruhestandsplanung andere Themen eine höhere Bedeutung: vorausschauende Regelungen über Patientenverfügungen, Vollmachten, Schenkung sowie Testament. Diese Themen gehören in ein Beratungskonzept der Ruhestandsplanung und sind gleichzeitig auch im Marketing gute Themen der Kundenansprache. Nach unserer Einschätzung sind mindestens 80 Prozent der Bevölkerung hier schlecht versorgt. Für die finale Beratung braucht man aber ein Netzwerk an Experten, da der klassische Finanzberater diese Themen nicht individuell beraten darf.

Seite zwei: Risiko “Kinder haften für ihre Eltern”

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...