27. Februar 2017, 12:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Deutschland zu einem besseren Ort für Anleger machen”

Die Berliner Quirin Privatbank wurde 2006 als erstes auf Honorarberatung spezialisiertes Kreditinstitut in Deutschland gegründet. Im Cash.-Interview spricht Vorstandsvorsitzender Karl Matthäus Schmidt über die Haltung der Deutschen zur Honorarberatung.

Honorarberatung

“Die Honorarberatung ist in den Köpfen der gut informierten Anleger angekommen.”

Im letzten Jahr konnten Sie das zehnjährige Bestehen der Quirin Bank feiern. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Schmidt: Durchweg positiv! 2006 sind wir mit der Quirin Bank als erster und bisher einziger Honorarberaterbank gestartet. Inzwischen haben wir das Geschäftsmodell der unabhängigen Anlageberatung erfolgreich im deutschen Markt etabliert. Wir verwalten mittlerweile knapp drei Milliarden Euro an Kundenvermögen. Darauf sind wir stolz, auch wenn wir uns für die Zukunft noch viel vorgenommen haben.

Wie hat sich die Haltung der Deutschen zur Honorarberatung in dieser Zeit verändert?

Die Honorarberatung ist in den Köpfen der gut informierten Anleger angekommen. Viele wissen inzwischen, dass es eine Alternative zum provisionsgetriebenen Verkauf gibt und sind bereit, für eine unabhängige Beratung, wie sie nur gegen Honorar möglich ist, zu bezahlen. Laut einer TNS Emnid-Umfrage vom September 2016 sind dies immerhin 69 Prozent der Deutschen. Kein Wunder, denn eine breite Mehrheit der Bevölkerung – 70 Prozent – ist der Meinung, dass Finanzberater häufig nicht im Sinne des Kunden handeln. Überraschend ist allerdings, dass sich die Verbraucher von der Honorarberatung nicht automatisch eine größere Produktauswahl und bessere Anlagemöglichkeiten erwarten. Hier besteht also noch deutlicher Aufklärungsbedarf.

Sie haben sich zum Jubiläum einen neuen Markenauftritt gegönnt und treten nun als Quirin Privatbank auf. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Schmidt: Mit der Quirin Privatbank bringen wir zum Ausdruck, was wir tun, nämlich unsere Mandanten mit Weitsicht bei der Vermögensanlage zu beraten und ihr Geld so anzulegen, als ob es unser eigenes wäre. Unsere Kunden sollen spüren, dass wir ihr Wegbereiter und Fürsprecher in allen finanziellen Anliegen sind. Unverändert, trotz aller Neuerungen im Außenauftritt, ist unsere DNA. Auch nach zehn Jahren schlagen unsere Herzen für eine faire und unabhängige Beratung gegen Honorar, wie wir sie als moderne Privatbank unseren Kunden anbieten. Damit wollen wir Deutschland zu einem besseren Ort für Anleger machen. Das ist unser erklärtes Ziel.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 3/2017.

Interview: Julia Böhne

Foto: Quirin Privatbank

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Viele Betriebsrentner müssen auf Entlastung bei Beiträgen warten

Hunderttausende Betriebsrentner müssen voraussichtlich noch Monate auf eine Entlastung bei den Sozialbeiträgen warten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...

Immobilien

Karlsruhe verwirft Eilantrag gegen Berliner Mietendeckel

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag von Vermietern gegen den Berliner Mietendeckel als unzulässig verworfen. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei verfrüht, entschied die 3. Kammer des Ersten Senats in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss (1BvQ 12/20).

mehr ...

Investmentfonds

Steuern: Kapitalanleger werden erneut bestraft

Die Bedeutung von „Verlust“ ist eigentlich ganz einfach: Zunächst hat man etwas, und dann hat man es nicht mehr. Dem Bundesfinanzministerium (BMF) reicht diese schlichte Definition allerdings nicht aus. Es unterscheidet verschiedene Arten von Verlust und wann diese Anleger steuermindernd geltend machen können. Das ist schon lange umstritten, wurde nun aber überraschenderweise laut Experten des Vermögensverwalters Dr. Lux & Präuner in einer Gesetzesänderung manifestiert. Gibt es dennoch Hoffnung auf Anpassungen?

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter begrüßen Reformvorschlag zur Verbraucherinsolvenz

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz legt einen Referentenentwurf zum Entschuldungsrecht bei Verbrauchern vor. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter Deutschlands begrüßt die Verkürzung der Restschuldbefreiung von sechs auf drei Jahre nachdrücklich. Anzeichen für die befürchteten negativen Auswirkungen auf die Zahlungsmoral sieht er nicht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bafin-Präsident Hufeld: „Wir betrachten einzelne Risikotreiber genauer“

Felix Hufeld, EZB-Aufsichtsratsmitglied und Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, spricht über die hochrangige Überprüfung des Kernaufsichtsprozesses, die Bedeutung des ICAAP, digitale Entwicklungen und andere Finanzdienstleistungen.

mehr ...

Recht

Wo die Liebe hinfällt: Liebesbeziehungen unter Kollegen

Wer sich am Arbeitsplatz in einen Kollegen verliebt, darf das in Deutschland ganz offiziell tun und es sogar zeigen. Denn für private Liebesbeziehungen – auch wenn sie im Büro ihren Anfang genommen haben – gilt ein garantiertes Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Doch auch wenn es so im Grundgesetz steht, kann Liebe unter Kollegen durchaus tückisch sein und zu Problemen führen. Vor allem, wenn es sich ausgeturtelt hat. Ein rechtlichen Leitfaden über goes and no goes einer Büroliebe hat die Arag pünktlich zum Valentinstag zusammengestellt.

mehr ...