Anzeige
27. April 2017, 07:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Makler-Nachfolge: Fünf Tipps, damit Ihr Lebenswerk in die richtigen Hände kommt

Nach aktuellen Schätzungen suchen rund 1.000 Versicherungsmakler in Deutschland einen Nachfolger, der ihr Unternehmen erwerben will. Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Fünf Tipps für die reibungslose Unternehmensübergabe. 

Gastbeitrag von Oliver Petersen, Makler Nachfolger Club e.V.

Makler-Nachfolge: Fünf Tipps, damit Ihr Lebenswerk in die richtigen Hände kommt

Oliver Petersen: “Als Verkäufer sollten Sie rechtzeitig klären, ob Ihr Bestand auf diese Partner umgedeckt werden kann, um eher problematische Gesellschaften von vornherein auszusortieren.”

Laut Vermittlerregister gibt es aktuell rund 46.000 Makler(unternehmen) in Deutschland. Nach Schätzungen stehen rund zwei Prozent, umgerechnet knapp 1.000, zum Verkauf. Die Zahl der Kaufinteressenten dürfte um ein Vielfaches höher sein.

Wie finden beide Seiten zusammen, so dass am Ende für alle Beteiligten ein gutes Geschäft herauskommt? Hier fünf Tipps von Oliver Petersen, 2. Vorstand des Makler Nachfolger Club e.V., für den reibungslosen und erfolgreichen Übergang.

1. Sich früh mit dem Thema “Nachfolge” beschäftigen und unterschiedliche Szenarien durchspielen

Die sorgfältige Vorbereitung, die oft länger dauert als man denkt, ist das A und O. Vor allem die folgenden Fragen sollten Sie vorab ehrlich beantworten: Wer wäre der ideale Nachfolger? Soll dieser länger eingearbeitet werden, wäre also eine parallele Tätigkeit von Senior und Junior denkbar? Oder wollen Sie den kompletten Exit zu einem bestimmten Stichtag?

Wie würde sich im Vergleich zum Kauf- oder Rentenmodell ein sogenannter Run-off rechnen? Lässt sich durch die Einschaltung eines spezialisierten Dienstleisters ein oft drohender Bestandsabrieb dämpfen oder gar vermeiden? Schließlich: Wie soll der Kaufpreis sinnvollerweise bezahlt werden – Einmalbeitrag, Raten, Rente, Courtageteilung?

2. Bereiten Sie Ihr Unternehmen professionell auf die Übergabe vor

Zunächst hängen Art und der Umfang der Vorbereitung davon ab, was verkauft werden soll. Handelt es sich um einen Bestand (asset deal) oder um eine Kapitalgesellschaft (share deal). Sinnvoll kann zum Beispiel die Identifizierung jener Versicherungspartner sein, mit denen es bei der Firmen- oder Bestandsübertragung wenig oder keine Probleme gibt.

Als Verkäufer sollten Sie rechtzeitig klären, ob Ihr Bestand auf diese Partner umgedeckt werden kann, um eher problematische Gesellschaften von vornherein auszusortieren. Einen möglicherweise erheblichen Einfluss haben Haftungspotenziale aus früheren Beratungen. Können diese insbesondere zur Zufriedenheit des Kaufinteressenten ausgeräumt werden? Auch das Verhältnis von unverdienter Provision und Stornoreserven sowie -quoten sind ein Gradmesser.

Seite zwei: Für Transparenz sorgen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Stimmt, viel zu wenig Makler bereiten sich auf eine professionelle Nachfolgeplanung vor. Aber auch die andere Seite, Makler die gerne einen Bestand übernehmen wollen sind schlecht vorbereitet. Viele Übernahmeversuche scheitern bereits bei der Preisverhandlung und unterschiedlichen Übernahmevorstellungen. Auch nach dem Bestandskauf läuft die Übertragung nicht reibungslos und so gehen immer wieder Bestände verloren die zu Streitigkeiten bei der Kaufpreiszahlung führen. Daher sollten beide Seiten einen erfahrenen Berater zur Seite ziehen um einen nachhaltigen Generationenwechsel sicherzustellen. Thomas Suchoweew, Suchoweew Coaching.

    Kommentar von Thomas Suchoweew — 5. Juni 2017 @ 11:11

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilien: Der Neubau kommt in Schwung

Wie seit langem erhofft, kommt der Neubau in der Bundesrepublik allmählich in Schwung. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis), die die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden bekannt gab.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Kein Widerrufsrecht bei Zustimmung zu Mieterhöhung

Mieter können ihre einmal gegebene Zustimmung zu einer schriftlich verlangten Mieterhöhung nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht widerrufen. Das verkündete das Gericht am Nachmittag.

mehr ...