14. März 2017, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Tippgeber: Die fünf größten Haftungsfallen für Berater

Eine gesetzliche Definition des Tippgebers gibt es nicht. Risiken in der Gestaltung der Zusammenarbeit mit Tippgebern gibt es indes diverse.

Gastbeitrag von Norman Wirth, Wirth-Rechtsanwälte

Tippgeber: Die fünf größten Haftungsfallen für Berater

“Dem Tippgeber sollte vertraglich jede Beratung des Kunden beziehungsweise Vertragsvermittlung untersagt werden.”

Für den Vertrieb nahezu jeden Finanzproduktes ist inzwischen eine konkrete Gewerbeerlaubnis und damit eine Mindestqualifikation und eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung erforderlich.

Das betrifft Versicherungsprodukte, Finanzanlageprodukte und auch Wohnimmobilienkredite. Oft stellt sich dann im Vertrieb die Frage, wie man auch Mitarbeiter ohne Gewerbeerlaubnis anbinden kann beziehungsweise ob man selbst – ohne die notwendige Zulassung – solche Produkte überhaupt empfehlen darf.

Keine gesetzliche Definition des Tippgebers

Grundsätzlich ist dies als Tippgeber möglich. Denn nach den entsprechenden Regelungen der Gewerbeordnung ist nur die Vermittlung eines Vertragsabschlusses, also die Abschlussvermittlung, beziehungsweise die Beratung zu den Produkten erlaubnispflichtig.

Eine gesetzliche Definition des Tippgebers gibt es nicht. Die gerade in der Umsetzung befindliche EU-Richtlinie IDD sagt zum Tippgeber – nichts. So scheint also alles ganz einfach zu sein. Oder?

Risiken in der Gestaltung der Zusammenarbeit mit Tippgebern gibt es diverse. Die wesentlichen fünf nachfolgend:

1. Tippgeber ist nicht gleich Tippgeber

Schon die Supermarktkette Penny oder auch Tchibo mussten schmerzlich feststellen, dass es nicht reicht, sich einfach Tippgeber zu nennen. Die Grenze zu einer erlaubnispflichtigen Tätigkeit ist schnell überschritten.

Und wer zum Beispiel als zugelassener Versicherungsmakler oder auch als Versicherungsunternehmen mit Personen im Vertrieb zusammenarbeitet, die ohne notwendige Zulassung unterwegs, bekommt erheblichen Ärger – von der jeweiligen Aufsichtsbehörde, Bafin, IHK oder Gewerbeamt.

Seite zwei: Tippgeber vertraglich Beratung untersagen

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Umsatz schreiben ist die größte Haftungsfalle

    Kommentar von Jan Lanc — 17. März 2017 @ 14:03

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Roßbach: Einbeziehung von Selbstständigen in die Vorsorgepflicht

Millionen Selbstständige sorgen weder über die gesetzliche Rentenversicherung noch ein berufsständisches Versorgungswerk vor. Nun fordert die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, fordert ein obligatorische, rechtssichere Altersvorsorge für Selbstständige.

mehr ...

Immobilien

Besitz eines Eigenheims erhöht Dating-Chancen

Wer heute Single ist, muss nicht mehr darauf warten, potenzielle Partnerinnen oder Partner im Freundeskreis oder Sportverein kennenzulernen. Dank Onlinedating geht das auch bequem von der heimischen Couch. Aber welche Attribute finden Beziehungswillige besonders anziehend?

mehr ...

Investmentfonds

Ungemach für Apple Pay?

Ein deutscher Gesetzentwurf könnte das heutige Geschäftsmodell von Apple bei seiner Bezahlplattform Apple Pay torpedieren.

mehr ...

Berater

Soliabbau – wer spart und wer nicht

30 Jahre nach dem Mauerfall wird der Solidaritätszuschlag für den Aufbau Ost zum Auslaufmodell. Rund neun von zehn Steuerzahlern müssen ihn ab 2021 nicht mehr zahlen – das hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen. Nur Spitzenverdiener werden weiter zur Kasse gebeten. Die Details.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marvest startet drittes Crowdinvesting-Projekt

Die auf den maritimen Sektor spezialisierte Online-Plattform Marvest hat ihr drittes Projekt für Investoren veröffentlicht. Die Anleger können über eine “Schwarmfinanzierung” in ein Darlehen für einen Mehrzweckfrachter investieren. 

mehr ...

Recht

Betriebskostenabrechnung: 5 Tipps für Vermieter

Heizung, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Versicherungen, Gebäudereinigung, Verwaltungskosten, Leerstand und mehr: Was ist umlagefähig, was nicht? Vor dieser Frage stehen Eigentümer von Mietimmobilien spätestens dann, wenn sie die jährliche Betriebskostenabrechnung erstellen und bestimmte Mindestanforderungen beachten müssen. Gerade Vermieter von kleineren Immobilien, die diese selbst verwalten, werden dabei vor einige Herausforderungen gestellt. Der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler fasst daher zusammen, was zu einer rechtssicheren und ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung gehört.

mehr ...