16. November 2017, 08:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wir setzen Maßstäbe in der Branche”

Die WebID Solutions GmbH aus Berlin gehört zu den am schnellsten wachsenden deutschen Fintech-Unternehmen. Cash.Online sprach mit den Geschäftsführern Franz Thomas Fürst und Frank Stefan Jorga über die Herausforderungen in den Segmenten Onlinesignaturen und Video-Identifizierungen.

Thomas-Fu Rst Frank-Jorga WEbDI-Solutions-Kopie in Wir setzen Maßstäbe in der Branche

Die Geschäftsführung der WebID Solutions GmbH: Thomas Fürst (links) und Frank S. Jorga

Cash.: Wie stellen Sie, als zentraler Dienstleister bei der Video-Identifikation sicher, dass sich täglich bis zu zehntausend Menschen zuverlässig identifizieren können?

Fürst: Banken und Telekommunikationsgesellschaften haben eine riesige Nachfrage nach unserem Service – und bauen sie ständig aus. Jeden Tag sorgen wir dafür, dass die lückenlose Sicherheit beim Video-Ident-Verfahren auch für die wachsenden Kundenströme erhalten bleibt. Wir arbeiten mit der modernsten Technologie und erfüllen alle Datenschutzmaßnahmen – oft übertreffen wir sogar die gesetzlichen Auflagen und Vorgaben unserer Kunden.

Als Erfinder und mit Abstand führender Anbieter in Deutschland bieten wir eine Online-Identifikation, die dem Geldwäschegesetz (GwG) gerecht wird. Mit unserem Video-Ident-Center haben wir Maßstäbe in der Branche gesetzt und uns mit den 100 Geldhäusern, die wir allein im Bankenbereich zu unseren Kunden zählen, als Marktführer positioniert. Unser Hochsicherheits-Ident-Center in Solingen ist mit der neuesten Sicherheitstechnik ausgestattet. Venen-Scanner etwa erfassen jeden Mitarbeiter. Nur wenn er eindeutig identifiziert ist, kann er durch eine Sicherheitsschleuse eintreten. Für uns als Identifizierungspezialisten ist das geradezu eine Verpflichtung.

Neue Betrüger Maschen gibt es am laufenden Band. Wie bereiten Sie ihr Personal auf die stetigen Veränderungen und potenzielle Sicherheitslücken in Ihrer Branche vor?

Jorga: Sicherheit kann nur gewährleistet sein, wenn man stets auf dem aktuellsten Wissenstand bleibt. Wir schulen deshalb unsere mehr als 350 WebID-Angestellten sogar kriminalpsychologisch, permanent erhalten sie Fort- und Weiterbildungen. Dabei müssen wir auch die jeweils aktuellsten Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beachten – und die Informationen entsprechend an unser Personal weitergeben. Im Juni etwa ist das neueste BaFin-Rundschreiben (3/2017 (GW)) für unsere Branche in Kraft getreten. Es regelt detailliert die Anforderungen für die Video-Identifikation in Deutschland und ist ein Meilenstein. Wir jedoch haben bereits seit Anfang 2014 alle Ansprüche erfüllt – nur jetzt werden sie von allen Anbietern verlangt.

Für den Endnutzer bedeutet das wiederum, dass der Prozess durchaus auch länger dauern kann. Sorgfalt erfordert aber Zeit. Und diese Zeit nehmen sich unsere Mitarbeiter im Ident-Center, um etwa den Ausweis eingehend zu prüfen. Wir checken mittels Profiling auch, ob die Person überhaupt zu dem Ausweisdokument gehört. Wir müssen an alle Betrugsszenarien denken, doch all das geschieht natürlich zur Sicherheit unserer Kunden und deren Kunden.

Seite zwei: “Die Messlatte liegt ganz weit oben”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...