7. Februar 2018, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Datenschutz: Worauf Maklerbetriebe nun achten müssen

Noch verbleiben ein paar Wochen bis zur Umsetzung der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Doch was betrifft den kleinen und mittelgroßen Finanzdienstleister wirklich?

Gastbeitrag von Volker H. Grabis, Deutsche Makler Akademie (DMA)

Datenschutz: Worauf Maklerbetriebe nun achten müssen

Volker H. Grabis: “Das Datenschutzgesetz wurde als Verbotsgesetz definiert, sodass es nur gewisse Ausnahmen gibt.”

Einige Passagen der neuen Verordnung klingen recht klar und eindeutig. So müssen Unternehmen, die mindestens zehn Mitarbeiter ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen, einen Datenschutzbeauftragten bestellen.

Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang ständig? Als Synonym könnte man ununterbrochen sagen. In den “Alten-Hasen-Regelungen“, etwa zur Gewerbeerlaubnis nach Paragraf 34 i der Gewerbeordnung (GewO), wurde ununterbrochen wie folgt ausgelegt.

Selbstständige Vermittler mit einer Erlaubnis nach Paragraf 34 c der GewO konnten sich in einer Übergangsregelung von der Sachkundeprüfung befreien lassen, wenn sie nachweisen konnten, mindestens drei Finanzierungen pro Jahr beraten zu haben.

Bezieht man sich auf diese Auslegung, sind alle Mitarbeiter, die wiederholt in ihrem Arbeitsprozess entsprechend Daten einpflegen, davon betroffen.

Datenschutzgesetz ist Verbotsgesetz

Gehören nur die angestellten Mitarbeiter zu diesem Personenkreis oder auch die arbeitnehmerähnlichen selbstständigen Handelsvertreter? Ein kleines Unternehmen kommt bei dieser Betrachtung sehr schnell auf zehn Mitarbeiter.

Das Datenschutzgesetz wurde als Verbotsgesetz definiert, sodass es nur gewisse Ausnahmen gibt, unter denen eine Erhebung, Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten zulässig ist.

Verbindlich können Sie unangenehme Situationen in Bezug auf die neue DSGVO vermeiden, wenn Sie jede Handlung nach der DSGVO durch eine entsprechende Einwilligung des Betroffenen dokumentieren.

Einwilligung schon im Erstgespräch einholen

Wichtig dabei ist auf Folgendes zu achten: Die Einwilligung sollte vom Betroffenen für den bestimmten Fall, in informierter Weise und durch eine unmissverständlich abgegebene Willensbekundung stattfinden.

Da Sie diese Einwilligung benötigen, sobald Sie Daten erheben, würde ich dieses grundsätzlich im Erstgespräch klären und dann bei jedem Einzelgeschäft separat erneuern. So vermeiden Sie die Diskussion um die Auslegung der Formulierung des bestimmten Falls.

Weiterhin würde ich in einer zusätzlichen Informationsbroschüre oder auf der Homepage auf die Grundsätze der Datenverarbeitung nach der DSGVO verweisen.

Seite zwei: Zweckbindung und  Datenminimierung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Neues Finanzierungskonzept: Sorgenfrei im Alter

Viele Menschen möchten sich im Rentenalter Wünsche und Träume erfüllen. Die notwendigen Geldmittel stecken dabei oftmals im Eigenheim fest. Um sich mithilfe der Immobilie den Lebensabend zu finanzieren, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile sie bieten, zeigt der Vergleich der Immobilienverkaufsmodelle.

mehr ...

Investmentfonds

London: Werden keine “Empfänger von EU-Regeln” nach Brexit

Unternehmerverbände in Großbritannien zeigen sich vor dem Brexit besorgt. Sie fürchten hohe Kosten durch Handelsbarrieren und warnen vor Preiserhöhungen für britische Verbraucher. Doch ihre Forderungen angesichts der Befürchtungen finden beim Finanzminister kein Gehör.

mehr ...

Berater

Sonntagsfrage unter Vermittlern: FDP siegt, SPD ohne Chance

Bei Finanzvermittlern steht weiterhin die FDP in der Gunst ganz oben, wenn es um die nächste Bundestagswahl geht. Das hat das 12. AfW-Vermittlerbarometer im November 2019 mit über 1.500 teilnehmenden Vermittlern ergeben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Winzerverband schlägt Schadenersatz statt Strafzölle auf Wein vor

Statt der Strafzölle auf Wein sollte die Bundesregierung den USA nach einem Vorschlag des Weinbauverbands Rheinhessen eine Schadenersatzzahlung anbieten. “Die deutsche Politik sollte jetzt unkonventionelle Lösungen anstreben”, erklärte Verbandspräsident Ingo Steitz.

mehr ...