12. Dezember 2018, 14:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

Knappe-MUC-07 in Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war execution only

Jan C. Knappe, Rechtsanwalt bei Dr. Roller & Partner, hat den Vermittler vertreten.

Ende November hat das Landgericht Ansbach das bundesweit wohl erste Urteil in einer Anlegerklage gegen einen Vermittler von Containern der insolventen P&R-Gruppe aus Grünwald gesprochen und die Klage abgewiesen. Nun liegt die schriftliche Begründung vor.

Inhaltlich begründet das Landgericht die Klageabweisung damit, dass weder ein Anlageberatungsvertrag noch ein Anlagevermittlungsvertrag zwischen der Klägerin und dem P&R-Vermittler zustandegekommen sei, berichtet Jan C. Knappe, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Dr. Roller & Partner, der den Vermittler vertreten hat.

Von sich aus den Vermittler angerufen

“Das Gericht folgt damit unserer Argumentation, die letztlich auch im Einklang mit den Einlassungen der Klägerin selbst im Rahmen der mündlichen Verhandlung stand”, so Knappe. Dem Sachverhalt zufolge hatte die Anlegerin von sich aus bei dem Vermittler angerufen und dann P&R-Container für rund 8.600 Euro gekauft. Drei Monate später kaufte sie weitere Container für 42.600 Euro.

Dem Urteil zufolge hat die Klägerin bei Kontaktaufnahme „bereits eine vollständige Kaufabsicht“ gehabt und „letztlich hier nur eine Bestellung beim Beklagten aufgegeben“. Sie sei „jeweils bereits vor dem Erscheinen des Beklagten fest entschlossen“ gewesen, die jeweiligen Investments in P&R-Container zu tätigen.

Seite 2: Feste Kaufabsicht von Neukundin

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Der “positive Teufelskreis” – wie Kapitalanlage Nachhaltigkeit schafft

Die Corona-Krise dürfte der Beginn einer großen Transformationswelle sein, nicht nur in der Digitalisierung, sondern auch beim Thema Nachhaltigkeit. Für die Lebensversicherung und ihre Kapitalanlage muss Nachhaltigkeit von einem netten Ad-On der Unternehmenspolitik zu einem unabdingbaren Teil und aktiven Säule des Geschäftsmodells werden. Andernfalls risikieren die Versicherer die Zukunftsfähigkeit. Von Holger Beitz, CEO PrismaLife AG 

mehr ...

Immobilien

Banken profitieren von steigender Zinsmarge bei Wohnimmobilienkrediten

Wo sich noch ein freies Grundstück (in Ballungszentren) findet, wird gebaut und die eigenen vier Wände gelten als sicherer Rückzugsort – insbesondere für das eigene Geld. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer.

mehr ...

Investmentfonds

Mobilität: Revolution dank Krise

Während die Covid-19-Pandemie fast alle Wirtschaftsbereiche in eine Krise stürzte, hat der Verkehrs- und Transportsektor, trotz des einbrechenden Verkehrsaufkommens, nie gesehene Wachstumschancen. Welche Entwicklungen Corona beschleunigt. Ein Kommentar von Kristina Church, Senior Investment Strategist für nachhaltige Investitionen bei Lombard Odier Investment Managers.

mehr ...

Berater

Urlaub 2020: Millionen Deutsche verschulden sich dafür

Zwei Wochen Badespaß auf Mallorca oder in der Türkei – den Urlaub lassen sich die Deutschen auch in Corona-Zeiten nicht nehmen. Jeder Zweite (51,5 %) fährt auch in diesem Jahr in den Urlaub. Unglaublich allerdings: 3,2 Millionen Deutsche verschulden sich dafür sogar. Sie haben ihr Konto bereits für den Urlaub überzogen oder rechnen damit, dass sie ihr Konto noch überziehen werden. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava.

mehr ...

Sachwertanlagen

Warburg-HIH Invest kauft Büroentwicklung “Campus Hamburg” von ECE

Die Warburg-HIH Invest Real Estate GmbH hat einen geplanten sechsgeschossigen Büroneubau mit rund 26.000 Quadratmetern Mietfläche und etwa 350 Tiefgaragenstellplätzen im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord von der ECE erworben. 

mehr ...

Recht

Corona-Hilfen kommen nicht im Mittelstand an

In Deutschland gibt es rund 7,5 Millionen Unternehmer (KMU: 3,5 Millionen, Selbstständige: 4 Millionen). Sie bilden das Herzstück der deutschen Wirtschaft und sind von der Corona-Krise am stärksten betroffen. Die Bundesregierung hat mit den Krediten der Corona-Hilfe, die über die bundeseigene Förderbank KfW ausgegeben werden, große Hilfsprogramme aufgelegt. Erstmals hat jetzt eine Studie die Corona-Kreditvergabe eingehend analysiert und kommt zu einem fatalen Ergebnis.

mehr ...