24. August 2018, 14:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preiskampf der Banken um Kreditkunden macht Bafin Sorge

Die Finanzaufsicht Bafin beobachtet den zunehmenden Preiswettbewerb der Banken um Kreditkunden mit Sorge. “Wir stellen fest, dass sich die Standards lockern. Das gilt vor allem für Unternehmenskredite”, sagte der oberste Bankenaufseher der Bafin, Raimund Röseler, der “Wirtschaftswoche”.

58367013-Kopie in Preiskampf der Banken um Kreditkunden macht Bafin Sorge

Die Bafin will, dass die Banken noch deutlich entschlossener sparen und ihre internen Prozesse verschlanken.

“Es gibt zu viel Kapazität im Markt. Alle Institute wollen expandieren, dabei betreiben viele ein ähnliches Geschäft”, stellte Röseler fest und bekräftigte: “Die Banken müssen noch deutlich entschlossener sparen und ihre internen Prozesse verschlanken.”

In ihrem jüngsten Monatsbericht verweist auch die Bundesbank auf den Trend, dass Banken im Euroraum ihre Richtlinien für die Kreditvergabe zuletzt tendenziell weiter gelockert haben – sowohl im Geschäft mit Firmenkunden als auch für Ausleihungen an Privatleute. Die Gefahr dabei ist, dass Risiken übersehen werden. Spätestens wenn die Konjunktur schwächeln sollte und Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr zahlen können, könnte das für Kreditinstitute ein Problem werden.

Auch Commerzbank spürt Wettbewerb

Den harten Wettbewerb um den deutschen Mittelstand bekommt unter anderen die Commerzbank zu spüren. “Der Wettbewerb ist knallhart, viele Kreditinstitute haben Unternehmen als Kunden wiederentdeckt”, sagte Firmenkundenvorstand Michael Reuther der “Thüringer Allgemeinen”. “Aber wir sehen uns als das Rückgrat des Mittelstandes in Deutschland.”

Zusätzlich erschwert wird das Geschäft der Banken dadurch, dass viele Unternehmen Investitionen aus ihrer gut gefüllte Kasse selbst bezahlen. Die Commerzbank plant für das Gesamtjahr im Firmenkundengeschäft inzwischen vorsichtiger: Statt mit steigenden Erträgen rechnet sie nun mit geringeren Erträgen als 2017. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bischof Wechsel: Hanning und Wasserfall übernehmen

Das Personalkarusell dreht sich: Thomas Bischof verlässt die Württembergische aus familären Gründen in Richtung Köln. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übernimmt Zeliha Hanning (41) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Versicherung AG und Jacques Wasserfall (45) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Lebensversicherung AG und der Württembergische Krankenversicherung AG.

mehr ...

Immobilien

Corona-Pandemie rückt Immobilienverrentung in den Fokus

Nach bald einem halben Jahr Corona ziehen Senioren zumindest für Immobilien eine positive Bilanz: Das zeigt eine aktuelle Studie der DEGIV, Gesellschaft für Immobilienverrentung, unter 1.067 Immobilieneigentümern und Mietern im Rentenalter.

mehr ...

Investmentfonds

„Finanzmärkte ohne Blockchain sind nicht mehr vorstellbar“

„Ob Kryptowährungen, digitaler Euro oder elektronische Wertpapiere – die Finanzmärkte werden künftig stark von der Blockchain-Technologie geprägt sein“, sagte Professor Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center (FSBC) an der Frankfurt School of Finance & Management, beim jährlichen Empfang der Börse Stuttgart.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...