OVB mit weniger Umsatz, aber mehr Kunden

Der Allfinanz-Konzern OVB erreicht bei Umsatz und operativesm Ergebnis für das Geschäftsjahr 2017 annähernd das Niveau des Vorjahres erreicht. Erfreulich entwickelte sich die Zahl der betreuten Kunden, die im Jahresvergleich von 3,27 Millionen auf 3,35 Millionen Kunden zunahm.

Mario Freis, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG (CEO), will verstärkt in die Zukunft der Finanzvermittler der OVB investieren.

Die Gesamtvertriebsprovisionen lagen mit 225,3 Millionen Euro leicht, um 2,8 Prozent, unter dem Vorjahresniveau. Trotz erhöhter Aufwendungen im Rahmen der Strategie „OVB Evolution 2022“ blieb das operative Ergebnis des OVB Konzerns mit 16,0 Millionen Euro nur geringfügig um 3,3 Prozent hinter dem hohen Vorjahreswert von 16,5 MillionenEuro zurück. Aufgrund dieser weitgehend stabilen Entwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im Juni eine Ausschüttung von unverändert 75 Eurocent je Aktie vorschlagen.

Mario Freis, CEO der OVB Holding AG: „Im Zuge der im Jahr 2017 verabschiedeten Unternehmensstrategie „OVB Evolution 2022″ investieren wir verstärkt in die Zukunft unserer Finanzvermittler und richten uns europaweit auf die zukünftigen Markterfordernisse aus.“

Strategie „OVB Evolution 2022“

Die Unternehmensstrategie fokussiert auf die vier Bereiche Potenzialaus- schöpfung, Digitalisierung, Modernisierung und Expansion und wird durch umfangreiche Maßnahmen untermauert. Im Bereich „Potenzialausschöpfung“ kommt beispielsweise der Weiterentwicklung des europaweiten Aus- und Weiterbildungssystems eine große Bedeutung zu. Ebenfalls wird OVB noch systematischer das Geschäftspotenzial ausschöpfen, das in ihren 3,35 Millionen Bestandskunden liegt: Es besteht erhebliches Potenzial für Cross- und Upselling-Aktivitäten in ganz Europa.

Bei der „Digitalisierung“ hat OVB vor allem die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse, den modernen Beraterarbeitsplatz sowie erweiterte Interaktionsmöglichkeiten zwischen Kunden, Finanzvermittlern und OVB im Fokus. Eine zeitgemäße Zielgruppenansprache steht bei der „Modernisierung“ im Vordergrund. Der konzernweite Auf- und Ausbau von Social Media-Aktivitäten schafft zusätzliche Chancen für die Finanzvermittler- und Kundengewinnung. Bei der „Expansion“ geht es in erster Linie um den Eintritt in weitere aussichtsreiche europäische Ländermärkte und damit die Fortführung der europäischen Erfolgsstory. „OVB Evolution 2022“ verdeutlicht, dass OVB weiterhin große Potenziale im bestehenden Geschäftsmodell sieht und neben der Modernisierung an den bewährten Erfolgsfaktoren festhält.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018

„Mit der Strategie gehen notwendige Investitionen und erhöhte laufende Aufwendungen einher, die temporär das Unternehmensergebnis belasten, uns aber mittelfristig zusätzliche Ertragschancen eröffnen“, erläutert CFO Oskar Heitz. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2018 eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung und ein operatives Ergebnis von 13,0 bis 13,5 Millionen Euro.
Die äußerst solide finanzielle Situation des OVB Konzerns wird es dennoch ermöglichen, Dividendenkontinuität zu wahren. (fm)

Foto: obs/OVB Holding AG/Philippe Ramakers

 

 

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