Danske-Skandal: Deutsche Bank im Visier der Fed

Die US-Notenbank untersucht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Rolle der Deutschen Bank beim Geldwäsche-Skandal der Danske Bank. Bloomberg beruft sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Bei der Fed-Untersuchung geht es um mutmaßliche Verstöße gegen Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche.

Die Untersuchung der Fed, bei der auch die Bankenaufsicht beheimatet ist, sei noch in einem frühen Stadium. Eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte die Informationen dem Bericht zufolge nicht kommentieren – auch von der Fed habe es keinen Kommentar gegeben.

Die Deutsche Bank war eine der sogenannten Korrespondenzbanken für die Filiale des dänischen Geldhauses in Estland, die im Mittelpunkt eines der größten Geldwäsche-Skandale Europas steht.

Dabei geht es um mutmaßliche Verstöße gegen Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. In der estnischen Filiale der Danske-Bank sollen 200 Milliarden Euro gewaschen worden sein.

Hat die Deutsche Bank Fehler gemacht?

Als Korrespondenzbank half das größte deutsche Geldinstitut bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Weil der Deutschen Bank Transaktionen wiederholt verdächtig vorkamen, beendete sie 2015 die Geschäftsbeziehung mit der estnischen Danske-Filiale.

Das wirft Fragen auf: Kam der Schritt zu spät? Hätte den Deutsche-Bank-Mitarbeitern früher etwas auffallen müssen? Waren die internen Kontrollen ausreichend?

Deutsche-Bank-Vize Karl von Rohr hatte der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ dazu im Dezember gesagt: „Eine Korrespondenzbank hat die Pflicht, die Transaktionen hinsichtlich Sanktionen und Verdachtsmomenten für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu prüfen. Dafür stehen uns aber nur sehr begrenzt Informationen zur Verfügung“.

Seite zwei: Hauptverantwortung bei der Hausbank

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