Deutsche-Bank-Chef: „Keine Hinweise auf Fehlverhalten“

In den Geldwäsche-Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank erwartet Vorstandschef Christian Sewing nicht, dass sich der Verdacht der Behörden erhärtet. Das sagte er beim Neujahrsempfang des Geldhauses am Dienstag in Berlin.

Sewing sieht die Deutsche Bank auf dem Weg zum ersten Jahresgewinn seit 2014.

„Bisher haben wir keine Hinweise auf ein Fehlverhalten unsererseits“, so Sewing. Er kündigte aber weitere interne Untersuchungen an. Ende November hatten Ermittler die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt durchsucht.

Mitarbeiter des Instituts sollen Kunden dabei geholfen haben, Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen zu gründen und auf diesem Weg Gelder aus Straftaten zu waschen, so der Verdacht der Fahnder.

Die Deutsche Bank wird außerdem immer wieder im Zusammenhang mit dem Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank genannt.

Sewing zeigt sich zuversichtlich

„In beiden Fällen hatten wir die Vorgänge aufgearbeitet, lange bevor sie an die Öffentlichkeit kamen“, sagte Sewing in Berlin. Im Fall der Danske Bank habe man eine weitere interne Untersuchung auf den Weg gebracht.

Ungeachtet der Ermittlungen sieht Sewing die Deutsche Bank „für das abgelaufene Geschäftsjahr auf dem besten Weg zum ersten Jahresgewinn seit 2014.“ Dazu beigetragen habe, dass man die Kosten und Rechtsrisiken reduziert habe.

„Wir sind sehr gut kapitalisiert, verfügen über hohe Liquiditätsreserven, und unsere Markt- und Kreditrisiken sind so gering wie selten zuvor“, sagte Sewing. Konkrete Zahlen nannte er nicht, die Bank stellt die Jahresbilanz am 1. Februar vor. (dpa-AFX)

Fotos: Picture Alliance, Shutterstock

 

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