Banken: Vorerst kein „Ende der Filiale“

Die privaten Banken wollen vorerst weniger Filialen schließen als in den vergangenen Jahren. „Mein Eindruck ist, dass da ein erster Durchgang erledigt ist“, sagte Andreas Krautscheid, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, am Donnerstag in Berlin.

In den vergangenen zehn Jahren hatten die privaten Banken mehr als jede zehnte Filiale geschlossen.

Er sprach von einer „kleinen Erkenntniskurve“: Anders als vor wenigen Jahren spräche niemand mehr von einem „Ende der Filiale“. Für bestimmte Kunden und Produkte bleibe der persönliche Kontakt sehr wichtig.

In den vergangenen zehn Jahren hatten die privaten Banken mehr als jede zehnte Filiale geschlossen. Krautscheid sagte, er sehe in diesem Jahr auch keine Erhöhungswelle bei den Gebühren.

Der Verband vertritt rund 180 Banken, darunter die Branchengrößen Deutsche Bank und Commerzbank. Nach Krautscheids Worten profitiert der Finanzplatz Frankfurt vom geplanten EU-Austritt Großbritanniens.

Wertpapiergeschäfte im Fokus

Internationale Banken transferierten in diesen Tagen Verträge sowie Bilanzwerte von mehreren hundert Milliarden Euro in die Stadt. „Über 30 Banken haben eine neue Lizenz bei der EZB für Frankfurt beantragt.“

Die deutschen Institute haben sich laut dem Verband auf den Fall vorbereitet, dass Großbritannien ohne ein Abkommen mit Brüssel aus der EU austritt.

Besonders im Fokus stehen bei ihnen Wertpapiergeschäfte, die sie in Euro an der Londoner Börse abwickeln. Die Banken setzen darauf, dass ihnen die Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten Übergangsregelungen gewähren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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