Raus aus dem Handlungskorsett, rein in die Selbstreflexion!

Moderne Führungskräfte seien dann erfolgreich, wenn sie, so der renommierte Neurobiologe Gerald Hüther, ihre Mitarbeiter unterstützen, ihr Potenzial voll zu entfalten. Stärken wahrzunehmen und zu fördern setzt Empathie voraus.

Den Mitarbeiter als Menschen zu sehen, sich in ihn hineinzuversetzen gelingt am besten durch einen Perspektivwechsel. Versetzen Sie sich in ihr Gegenüber.

Selbstregulierung ist wichtig und hilfreich

Mit dem Blick durch eine andere Brille wird deutlich, dass wir uns unsere Wirklichkeit selbst konstruieren und dabei oftmals Gefahr laufen, falsche Schlüsse zu ziehen. Wir selbst sind Herr oder Herrin unserer Wahrnehmung – nur wissen wir diese oft nicht richtig zu regulieren.

Diese Kompetenz, entgegen der von der Emotion vorgeschlagenen Richtung zu handeln, sich selbst zu regulieren, ist gerade im Geschäftsleben außerordentlich wichtig und hilfreich.

Mit diesen vier Tipps gelingt es, das Handlungskorsett im Beruf abzulegen und seine Wahrnehmung bewusst zu steuern:

Stopptechnik „alles kalter Kaffee“

Sobald sich Wut und negative Emotionen bemerkbar machen, hilft ein Blick auf die Kaffeetasse: „Ärgern hilft mir nicht weiter“, oder – „Ist doch alles nur kalter Kaffee“. Ist der Frust noch im Anfangsstadium, gelingt es, sich mit diesem Gedanken emotional zu regulieren.

Notizblock

Auch wenn er antiquiert anmutet: der gute, alte Notizblock kann bei der Selbstreflexion helfen. Nehmen Sie sich einen Stift und notieren Sie Ihre Gedanken um bei einem Gespräch oder in einem Meeting Abstand zu gewinnen.

Ein ebenso probates Mittel ist eine kurze Pause. Wie diese aussieht, bestimmen Sie. Trinken Sie einen Schluck Wasser, gehen Sie zur Toilette, atmen Sie tief durch oder entschuldigen Sie sich für einen kurzen Spaziergang durch die Flure.

Die Bewegung, die räumliche wie zeitliche Distanz schaffen Abstand und man kann sich dann wieder mit einem kühlen Kopf seinem Gegenüber zuwenden.

Seite drei: Rückfrage und Selbstgespräch

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