8. April 2019, 14:45
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Taping: “Die Technik ist nicht das Problem”

Die Diskussion auf der “Jahresauftakttagung” der Bit Treuhand lässt darauf schließen, dass sich viele freie Vermittler bei der bevorstehenden Umsetzung der EU-Richtlinie MiFID II sehr auf den Aspekt “Taping” konzentrieren. Vielleicht zu sehr. Der Löwer-Kommentar

Taping: Die Technik ist nicht das Problem

Bit-Chef Sascha Sommer begrüßte über 200 Teilnehmer zur Jahresauftakttagung.

Mit über 200 Gästen aus den Reihen der Anbieter und des Vertriebs von Sachwertanlagen war der recht späte “Jahresauftakt” des Vertriebspools Bit Treuhand am vergangenen Donnerstag in Frankfurt wieder sehr gut besucht. Neben Produktvorstellungen stand einmal mehr auch das Thema Regulierung auf der Agenda.

Dabei ging es hauptsächlich um die bevorstehende Neufassung der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV), mit der die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II auch für Vermittler mit Erlaubnis nach Paragraf 34f Gewerbeordnung umgesetzt werden soll.

Hauptsächlich Thema “Taping”

30 Minuten waren für die Diskussion von Bit-Chef Sascha Sommer mit den Rechtsanwälten Ekkehard Heberlein und Martin Klein, der auch geschäftsführender Vorstand des Vertriebsverbands Votum ist, angesetzt.

Gefühlt wenigstens 25 Minuten davon entfielen – auch wegen entsprechender Fragen aus dem Publikum – auf das Thema „Taping“, also die kommende Verpflichtung, telefonische Beratungsgespräche mit den Kunden aufzuzeichnen und zu archivieren.

Diese Pflicht, die es im Bankenvertrieb bereits seit Anfang 2018 gibt, wird wohl auch für den freien Vertrieb eingeführt werden. Die in dem Entwurf der neuen FinVermV enthaltene Regelung wird sich wohl nicht mehr wegdiskutieren lassen – auch weil die Kreditwirtschaft auf eine Gleichbehandlung ihrer selbstständigen Wettbewerber drängt, wie Klein sagte.

Technische Standardlösungen verfügbar

Anscheinend sorgen sich viele Vermittler wegen der technischen Umsetzung dieser Verpflichtung. Klein betonte jedoch: „Die Technik ist nicht das Problem“. Hier stünden entsprechende Standard-Lösungen inklusive Apps für mobile Geräte zur Verfügung. Die Aufzeichnung wird dann per Knopfdruck gestartet, beendet und automatisch archiviert. Fertig.

Sommers Ausführungen lassen darauf schließen, dass die Einrichtung kaum mehr als einmalig 1.000 Euro und anschließend deutlich unter 50 Euro pro Jahr und Mitarbeiter kosten wird – inklusive Speicherung. Bit Treuhand werde für die angeschlossenen Partner entsprechende Lösungen verhandeln.

Seite 2: Rechtliche Konsequenzen offen

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1 Kommentar

  1. Der genannte entstandene Datenfriedhof muss nach jeweils 7 Jahren gelöscht werden, während die Beraterhaftung 10 Jahre dauert… Inwieweit falsche oder irrtümliche Aufzeichnungen mit der DSGVO kollidieren ist auch nach wie vor unklar…

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 8. April 2019 @ 17:57

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