10. Dezember 2019, 10:38
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Warum Nettopolicen kein Selbstläufer sind

Jeder zweite Finanzvertriebler hält ein massenhaftes Vermittlersterben im Falle der Einführung eines Provisionsverbotes für möglich. Doch registriert die Branche auch Optimismus: 40,3 Prozent würden in einem Provisionsverbot eine Herausforderung für die Branche sehen, während immerhin 7,7 Prozent der Auffassung sind, dass ein Provisionsverbot zu einer qualitativen Verbesserung der Versicherungsprodukte führen würde. 

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Zu möglichen Konsequenzen eines Provisionsverbotes befragt, ist sich eine Mehrheit sicher, dass die Honorarberatung gestärkt daraus hervorgehen werde.

Dies ergab eine Befragung, die Liechtenstein Life Assurance während der Finanz- und Versicherungsmesse DKM im Oktober in Dortmund durchführte. An der Befragung nahmen 77 Experten teil, darunter 57,1 Prozent Makler, 10,4 Prozent sonstige Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen, 5,1 Prozent Ausschließlichkeitsvertreter und 1,3 Prozent Honorarberater.

Zu möglichen Konsequenzen eines Provisionsverbotes befragt, ist sich eine Mehrheit von 45,5 Prozent sicher, dass die Honorarberatung gestärkt daraus hervorgehen werde. Allerdings geben 44,2 Prozent der Befragten zu bedenken, dass die Kosten an anderer Stelle steigen würden. Auf die mögliche Einführung eines Provisionsdeckels antworteten 44,2 Prozent, dass sie in der Nettopolice eine geeignete Antwort darauf sähen.

Drei mögliche Alternativen

Allerdings schätzen nur 29,9 Prozent der Befragten, dass sich deutsche Verbraucherschutzverbände mit einer flächendeckenden Einführung der Nettopolice zufriedengeben würden. Nur 23,4 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Nettopolicen das Ansehen der Versicherungsvermittler verbessern würden.

Bei den Vergütungsmodellen für Nettopolicen zeichnen sich drei in etwa gleich große Lager ab: 15,5 Prozent sehen sich als Berater mit Vergütung über Stundensätze, 10,4 Prozent setzen auf das vergleichsweise neue “Factoring”-Verfahren, das Abschlussvergütungen der Kunden durch Banken vorfinanzieren lässt, und 13 Prozent bedienen sich dafür den Nettoplattformen wie Nettowelt.de. (kb)

Foto: Picture Alliance 

 

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