24. Februar 2020, 11:49
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Was am Ergebnis der AfW-Sonntagsfrage erschreckend ist

Auch bei den Vermittlern wäre die rechtspopulistische AfD drittstärkste Partei. Vielleicht sorgt der Eklat in Thüringen ja für ein Umdenken. Ein Kommentar von Kim Brodtmann, Cash.

 in Was am Ergebnis der AfW-Sonntagsfrage erschreckend ist

Kim Brodtmann, Ressortleiter Berater, Recht & Steuern bei Cash.

Zu Jahresbeginn hat der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung das Ergebnis seiner jährlichen Sonntagsfrage unter Finanzvermittlern veröffentlicht. Wen würden die 1.500 teilnehmenden Vermittler wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? Klarer Sieger ist – wie in den Vorjahren – die FDP mit 38 Prozent der Stimmen. Ginge es nach den Vermittlern, könnte sich FDP-Chef Christian Lindner aussuchen, mit wem er koaliert.

Wie sich die Ereignisse Anfang Februar im Thüringer Landtag – die Wahl des FDP-Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten auch mit den Stimmen der AfD – auf das Abschneiden der Liberalen bei der nächsten AfW-Sonntagsfrage auswirken werden, ist noch nicht absehbar. Vielleicht haben die Vermittler ja erneut ein Nachsehen mit den Liberalen, die in Erfurt eine mehr als unglückliche Figur abgegeben haben. Schon der Abbruch der „Jamaika“-Verhandlungen mit Union und Grünen nach der Bundestagswahl 2017 hatte dem Ansehen der FDP bei den Vermittlern nicht nachhaltig geschadet.

AfD verhöhnt parlamentarische Verfahren

Das Erschreckende am Ergebnis der Sonntagsfrage aber ist das Abschneiden der AfD. Sie käme bei den Vermittlern auf 14 Prozent und wäre damit wie bei der letzten Bundestagswahl (12,6 Prozent) drittstärkste Kraft – eine Partei also, die sich immer weiter radikalisiert und in großen Teilen offen rechtsextremistische Positionen vertritt.

Man kann nur hoffen, dass der Eklat in Thüringen – die Verhöhnung parlamentarischer Verfahren durch die AfD-Fraktion – zu einem Umdenken bei den Vermittlern führen wird. Dass die politischen Positionen der AfD bisher nicht zu einem Umdenken geführt haben, ist besorgniserregend genug. (kb)

Foto: Cash. 

10 Kommentare

  1. Mutig und richtig Herr Brodtmann, ich gehe total mit Ihnen konform. Und wenn ich die bisherigen Kommentare lese wird mir schlecht, jedenfalls bei den meisten. Die AfD ist eindeutig rechtsextremistisch und hoffentlich bald “ein Fliegenschiss in der Geschichte”. Wer derartige Äußerungen (z.B. dann wird halt geschossen, auch auf Frauen und Kinder oder Äußerungen zu dem Täter in Hanau) disqualifiziert sich auf jede nur erdenkliche Weise. Wir hatten das alles schon mal in Deutschland – und ich jedenfalls möchte derartige auch nur ansatzweise vorhandene Zustände nicht wieder haben – auch wenn ich das dritte Reich nicht selbst erlebt habe, aber mich sehr wohl mit den Anfängen und Entwicklungen intensiv beschäftigt habe.

    Kommentar von Anja Ratkay — 27. Februar 2020 @ 19:35

  2. Das letzte was wir hier brauchen, sind politische Einflußnahmen von Cash Redakteuren, die glauben, uns ihre politischen Weisheiten aufzwingen zu wollen. Politische Propaganda ist hier
    eine Zumutung, wir sind damit schon durch die gleichgeschalteten Medien überversorgt!

    Kommentar von Makler — 27. Februar 2020 @ 13:49

  3. Wie so ist das Ergebnis erschreckend dass immer mehr Finanzberater die AFD wählen? Diese sind am Puls der Kunden und bekommen mit was da bei unerer Regierung so alles falsch läuft. Erschreckend ist hingegend, dass auch die Cash Redaktion vom Links Virus und Mainstream Gelaber angssteckt ist. Unfassbar und peinlich. Sie haben keine Ahnung – ganz offensichtlich und gerieren sich genauso als Dünnbrettbohrer wie die meisten Journalsten.
    Gehen Sie und informieren Sie sich bevor Sie so einen Bullshit nachjplappern und oder abschreiben.
    So geht Demokratie nicht -siehe andere Länder.

    Kommentar von Patriks Welt — 26. Februar 2020 @ 10:56

  4. Ach ja, noch was: Seit Thüringen hat bei mir in der Tat ein Umdenken stattgefunden: ich frage mich mehr denn je, ob wir noch in einer Demokratie leben und ob es überhaupt noch Journalisten gibt, die politisch neutral und seriös berichten.Von Ihnen erwarte ich da keine Antwort,Herr Brodtmann, denn wie Sie “ticken”, ist offensichtlich.Hätte ich mein Cash-Abo nicht schon gekündigt, würde ich es spätestens jetzt tun…..

    Kommentar von paolo boos — 25. Februar 2020 @ 18:42

  5. Wäre schön, wenn wenigstens Ihr auf eine Wertung (“rechtspopulistisch”) verzichtet und die AfD wie jede andere Partei behandelt. Schlimm genug, dieses Blödsinn und schlimmeres jeden Tag in den Zwangsgebührensendern hören zu müssen.Und ja, auch ich wähle AfD.

    Kommentar von paolo boos — 25. Februar 2020 @ 18:33

  6. Mutiger Kommentar Herr Brodtmann. Respekt. Und der Kommentar von Max Muster sollte vielleicht gelöscht werden. Wer zu feige ist, seinen Namen zu nennen, sollte hier nicht schwadronieren dürfen.

    Kommentar von Jürgen Braatz — 25. Februar 2020 @ 09:36

  7. Die CASH Redaktion sollte ssich mit politischen Kommentaren zurückhalten und die Vermittler selbst entscheiden oder solche Fragen gar nicht stellen
    Gruß
    Jürgen Christiansen

    Kommentar von Jürgen Christiansen — 24. Februar 2020 @ 20:53

  8. Die AfD “verhöhnt” parlamentarische Verfahren? Weil sie bei einer demokratischen Wahl ihre Stimme an einen bestimmten Kandidaten vergibt? Ja, das ist ja unerhört! Unfassbar, dass die es gewagt haben, ihre parlamentarischen Rechte wahrzunehmen!!

    Merken Sie eigentlich noch, was Sie von sich geben??? Verhöhnt wird hier eigentlich nur der Begriff „parlamentarisches Verfahren“, wenn man bedenkt, dass unsere ehrenwerte Bundeskanzlerin die Wahl rückabwickeln wollte (was nebenbei ein klarer Verfassungsbruch wäre). Egal was man von diesen Leuten hält, aber sie wurden gewählt – das ist nunmal so – und sie haben Rechte! Ende! Leute wie Sie sind es, die das Problem in diesem Land darstellen! Denn man redet nicht mehr miteinander, sondern schimpft übereinander – meistens ohne jegliche Fakten, sondern basierend auf „Vermutungen“ und „Unterstellungen“.

    Traurig…

    Kommentar von Max Muster — 24. Februar 2020 @ 20:24

  9. Erschreckend einerseits. Andererseits ziemlich genau der Anteil an Rassisten-Unterstützern in der Bevölkerung. Ich hatte zwar gehofft und erwartet, dass das Niveau Blender und Betrüger zu erkennen in unserer Branche etwas höher liegt, scheint aber nicht so zu sein.

    Kommentar von Marcus M. — 24. Februar 2020 @ 18:21

  10. Wer verhöhnt hier wen eigentlich?

    Kommentar von Immanuel Behn — 24. Februar 2020 @ 16:53

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