Lloyd Fonds bleibt auf Wachstumskurs

Die Lloyd Fonds AG, Hamburg, erweitert ihr Produktspektrum und wird künftig vermehrt auch Energie- und Immobilienfonds auflegen. Bereits in der Vergangenheit war das Unternehmen sporadisch in diesen Branchen tätig. Auf der Jahrespressekonferenz von Lloyd Fonds heute in Hamburg kündigte Vorstandschef Dr. Torsten Teichert nun an, bereits in wenigen Wochen mit dem ersten von zwei bis drei Windkraftfonds, die das Unternehmen in diesem Jahr emittieren will, an den Markt zu kommen.

Investiert werden soll in den Windpark Breberen in der Nähe Aachens, dessen neun Windräder laut Teichert zu einem Einkaufsfaktor von 0,60 Euro pro Kilowattstunde erworben wurden. Der günstige Einkaufspreis, so der Lloyd Fonds-Chef, ist der wesentliche Vorzug dieses Projekts gegenüber dem bisher einzigen Windkraftfonds des Hauses, dem Windpark Coppanz, aus dem Jahre 2002.

Letzterer belastet die Lloyd Fonds-Leistungsbilanz, die sich insgesamt gegenüber den Prospektangaben zu Ausschüttungen und Tilgungen deutlich mit 18,7 Prozent im Plus befindet, erheblich. Denn mit Minus 503.000 Euro schlägt Coppanz mit dem schlechtesten Tilgungs- und Ausschüttungsstand aller 56 laufenden Lloyd Fonds-Beteiligungsgesellschaften zu Buche.

Neben den regenerativen Energien sollen künftig auch Immobilienfonds zum Standardproduktspektrum der Lloyd Fonds AG zählen. Konkret kündigt das Unternehmen, das 1999 mit dem LF 5 ?Vier Einzelhandelsobjekte? seinen bisher einzigen Immobilienfonds emittierte, einen Auslandsfonds noch für dieses Jahr an.

Mit der Diversifikation will das Emissionshaus das Unternehmenswachstum der vergangenen Jahre auch für die Zukunft sicherstellen. So konnte das Platzierungsvolumen im Jahr 2004 um 35 Prozent auf 191,4 Millionen Euro gesteigert werden (inklusive Agio). Davon entfielen 180,7 Millionen Euro auf die Lloyd Fonds-Domäne Schiffsfonds. Weitere 10,8 Millionen Euro wurden für den britischen LV-Fonds des Hauses eingeworben.

2005 will Lloyd Fonds 250 Millionen Euro Eigenkapital platzieren. ?Dabei sollen 25 bis 30 Prozent des Emissionsvolumens auf Fonds aus den neuen Produktfeldern entfallen?, so Teichert.

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