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3. März 2005, 00:00
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Lloyd Fonds hält sich an Rückflaggung

Gemeinsam mit ihren Reedereipartnern hält die Lloyd Fonds AG, Hamburg, ihren Teil des ?Maritimen Bündnisses? ein. Im Mittelpunkt dieses Bündnisses, das zwischen der Schifffahrtsbranche, der Gewerkschaft ver.di sowie der Bundesregierung geschlossen wurde, steht die von der Politik geforderte Rückflaggung von Schiffen unter die deutsche Flagge.

?In diesem Jahr werden unsere führenden Reedereipartner rund zehn Prozent ihrer Schiffe unter die deutsche Flagge bringen und damit Beschäftigung und Wertschöpfung in der Seeschifffahrt sichern und weiter ausbauen?, sagt Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG. ?Zudem werden in 2005 drei neue Schiffe zusammen mit unseren Reedereipartnern in Deutschland gebaut.?

Bei sämtlichen Schifffahrtsgesellschaften der Lloyd Fonds AG gibt es laut Teichert Beschlüsse der Beiräte, die Rückflaggung von Schiffen zu unterstützen. ?Die mit der Rückflaggung verbundenen Kosten werden dann nicht allein von dem rückgeflaggten Schiff getragen, sondern auf andere Schiffe der jeweiligen Reederei umgelegt?, so der Emissionshauschef. ?Dadurch beteiligen sich auch diese Schiffe an den Mehrkosten der Rückflaggungen und leisten ihren eigenen Beitrag?.

Hintergrund: Anreiz für den heutigen Trend zur Rückflaggung ist die Möglichkeit für Schiffsbeteiligungen, zur Tonnagesteuer zu optieren. Die Tonnagesteuer ist eine besondere Methode der Gewinnermittlung. Danach werden nicht die tatsächlichen Gewinne oder Verluste eines Schiffes zur Berechnung herangezogen, sondern der Gewinn wird pauschal nach der Größe des Schiffes ermittelt.

Die Tonnagesteuer als Kernstück eines erfolgreichen Ausbaus des Schifffahrtsstandortes Deutschland ist ein Zugeständnis der Bundesregierung und zielt darauf ab, Wertschöpfung und Beschäftigung zu sichern und auszubauen. Auf der 4. Nationalen Maritimen Konferenz in Bremen wurde eine Fortführung des Maritimen Bündnisses vereinbart, das bereits im Mai 2003 klare Signale für eine Fortführung der Tonnagesteuer festgelegt hatte und damit der deutschen Seeschifffahrt stabile Standortbedingungen ermöglichte.

Die Bundesregierung geht dabei davon aus, dass die Schifffahrtsbranche ihre Zusage, bis zum Ende des Jahres 2005 mindestens 100 Schiffe in Saldo in die deutsche Flagge zurückzubringen, einhalten wird. ?Diese Zusage sollte mindestens erfüllt werden?, appelliert Dr. Teichert an die Reeder. ?Denn nur so ist die Tonnagesteuer als beständige Standortentscheidung für die Schifffahrtsbranche sichergestellt.?

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