Anzeige
Anzeige
16. Mai 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

1. PE-Fonds von Hansa Treuhand

Das Hamburger Emissionshaus Hansa Treuhand wird in Kürze erstmals einen Fonds auf den Markt bringen, der nicht in die Schifffahrt investiert. Gemeinsam mit der Berenberg Private Capital GmbH, ebenfalls Hamburg, hat Hansa Treuhand den Fonds Private Equity Partners 1 konzipiert. Als weiterer Partner sitzt die in Bad Homburg ansässige Investmentberatungsgesellschaft Feri mit im Boot. Sie wird das Management des Dachfonds inklusive der Auswahl der Zielfonds übernehmen.

Geplant ist ein Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro, das je zu 50 Prozent von den beiden emittierenden Partnern vermarktet werden soll. Das Geld soll zu gleichen Teilen von je 40 bis 60 Prozent in Europa und Nordamerika investiert werden. Zudem ist eine Anlage von etwa zehn bis 20 Prozent der Mittel in anderen Regionen, insbesondere Asien, vorgesehen.

Der Schwerpunkt der Fondsinvestments soll mit 70 bis 90 Prozent auf Zielfonds mit Fokus im Buy-out-Geschäft liegen. Weitere zehn bis 30 Prozent werden in Venture-Capital-Investments fließen.

Hansa Treuhand betont vor allem die schlanke Kostenstruktur des Fonds. Während im Branchenschnitt nach Berechnungen des Unternehmens etwa 7,8 Prozent anfängliche und über einen Zeitraum von zehn Jahren 22,5 Prozent laufende Kosten anfallen, stehen beim Hansa Treuhand-Produkt anfangs lediglich sechs Prozent an. Die laufenden Kosten betragen über zehn Jahre 15,9 Prozent. Die anfängliche Investitionsquote von 94 Prozent soll nach Angaben des Initiators zudem durch Thesaurierung von Erträgen während der Laufzeit auf 100 Prozent gesteigert werden.

Inklusive der 25 Millionen Euro für den Private-Equity-Fonds will das Emissionshaus 2006 etwa 85 Millionen Euro Eigenkapital akquirieren. 60 bis 70 Millionen sind im Bereich Schiffsfonds geplant.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte Hansa Treuhand angesichts der Marktlage mit hohen Charterraten und hohen Schiffspreisen lediglich Eigenkapital in Höhe von 39 Millionen Euro platziert. Mit dem damit verbundenen Investitionsvolumen von etwa 90 Millionen Euro steigerte das Haus sein kumuliertes Investitionsvolumen auf rund 3,4 Milliarden Euro.

Freuen konnten sich im haussierenden Umfeld 2005 dagegen die Gesellschafter bestehender Hansa Treuhand-Fondsgesellschaften. Denn die gesamten Chartererlöse der Hansa Treuhand-Flotte erreichte mit plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 402 Millionen Euro einen Höchststand.

Folge: Das Unternehmen konnte mit durchschnittlich 10,4 Prozent auch deutlich mehr ausschütten als 2004. Insgesamt lagen die Ausschüttungen etwa 48 Prozent über dem prospektierten Wert von 73,5 Euro. Zudem wurden neben den planmäßigen Tilgungen in Höhe von 87 Millionen US-Dollar Sondertilgungen in Höhe von 71 Millionen US-Dollar geleistet. Die Hansa Treuhand-Flotte verfügt damit über einen Tilgungsvorsprung von durchschnittlich 1,7 Jahren.

Beim Blick in die Zukunft ist das Unternehmen trotz der tendenziell fallenden Charterraten ebenfalls optimistisch. Laut Unternehmenschef Hermann Ebel werden sich die Anleger auch in den Jahren 2006 und 2007 über zweistellige Auszahlungen freuen können. Der Grund für die Planungssicherheit: Die Hansa-Treuhand-Schiffe sind zum weitaus größten Teil mindestens bis einschließlich 2007 verchartert, die Einnahmen also ziemlich präzise vorhersagbar.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...