König & Cie geht neue Wege

Das Hamburger Emissionshaus König & Cie. plant erstmals einen US Real Estate Opportunity-Fonds, also die Beteiligung an Immobilienprojekten in den USA. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Leistungsbilanz 2005 hervor, die mit 230 Seiten ungewöhnlich umfangreich ist und weit mehr Informationen enthält als nur den Soll-Ist-Vergleich bisheriger Fonds.

Anders als bisherige Wettbewerbsprodukte soll der Fonds nur etwa ein Drittel des Kapitals in Projektentwicklungen investieren, erklärt Johannes Bitter-Suermann, geschäftsführender Gesellschafter der König & Cie. Real Estate GmbH, gegenüber cash-online. Der Rest des Kapitals fließe in ?Fremdkapitalprodukte?, also in verzinsliche Anlagen, die durch Immobilien unterlegt sind. Der Titel des Fonds werde daher um den Begriff ?Mezzanine? ergänzt, so Bitter-Suermann. Das angestrebte Volumen betrage 30 bis 50 Millionen US-Dollar. Der Vertriebsstart sei für das erste Quartal 2007 vorgesehen.

Auch im Stammgeschäft, den Schiffsbeteiligen, geht König & Cie. neue Wege. Erstmals im deutschen Markt wird das Emissionshaus einen Fonds anbieten, der in drei Versorgungsschiffe für Öl-Plattformen investiert. Dieses Angebot soll bereits im November 2006 auf den Markt kommen. Daneben hat König nicht weniger als 18 Neubauten herkömmlicher Schiffstypen – 16 Containerschiffe und zwei Öltanker ? bestellt, die bis 2008 abgeliefert werden sollen.

Der in der Leistungsbilanz ebenfalls angekündigte Fonds mit zwei Selbstbedienungs-Lagerzentren in Hamburg kommt hingegen doch nicht zustande. Die finalen Verhandlungen mit dem vorgesehenen Projektpartner seien gescheitert, erläutert Bitter-Suermann.

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