Hansa Treuhand: Rückzug aus China

Die Hansa Treuhand, Hamburg, hat ihre Beteiligung von 45 Prozent an der chinesischen Werft Shanghai Edward Shipbuilding verkauft. Das sagte Hermann Ebel, Vorstand und Inhaber des Schiffsfonds-Initiators, heute anlässlich der Vorstellung seiner Leistungsbilanz für 2006. Verhandlungen mit der Werft seien ?ziemlich zähflüssig? geworden, so Ebel. Er habe daraufhin seine Put-Option gezogen und die Anteile im ersten Quartal 2007 verkauft.

Die Leistungsbilanz, die in einer Kurzfassung vorgelegt wurde, weist gegenüber 2005 nochmals gestiegene Chartererlöse und Betriebsüberschüsse aus. Die durchschnittliche Ausschüttung betrug 12,5 Prozent des Eigenkapitals (Vorjahr: 10,4 Prozent). Da die Charterverträge Anfang 2007 im Schnitt noch 21 Monate liefen, seien auch für 2007 durchschnittliche Ausschüttungen von mehr als zehn Prozent sicher, so Ebel.

2007 soll die Flotte um neun Schiffe wachsen (drei davon bereits abgeliefert): Jeweils zwei Neubau-Containerfrachter mit 1.350 bzw. 2.800 Stellplätzen (TEU), vier Schiffe mit 3.500 TEU sowie ein Tanker der Aframax-Klasse mit einer Tragfähigkeit von 105.000 Tonnen, den Hansa Treuhand vor drei Wochen angekauft hat. Hinzu kommen vier weitere 3.500-TEU-Schiffe mit Ablieferung 2008.

Welche der Schiffe über geschlossene Fonds platziert werden, stehe noch nicht fest. Denkbar sei ein weiterer Flottenfonds mit dem Tanker und einigen der Containerschiffe, kündigte Vorstand Axel Steffen an. Die Angebote würden in der klassischen Form, also als GmbH & Co. KG, konzipiert, betonte Ebel. Aktiengesellschaften, Investmentfonds oder andere Angebote für institutionelle Investoren seien nicht geplant.

Für den ersten Private-Equity-Fonds, den Hansa Treuhand im vergangenen Jahr zusammen mit der Hamburger Berenberg Bank aufgelegt hat, wurden bislang 21 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben. Der Fonds soll Mitte 2007 geschlossen werden. Ob ein Folgeprodukt auf den Markt kommt, „werden wir sehr intensiv diskutieren?, so Vorstand Steffen.

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