EEH: Gute Aussichten für Mehrzweckfrachter

Die Schifffahrtssegmente Containerfrachter, Tanker und Bulker sorgen seit dem krisenbedingten Einbruch des Welthandels für Negativschlagzeilen. Unterdessen wächst der Markt für sogenannte Multipurpose-Schiffe seit vielen Jahren kontinuierlich und weitgehend unbemerkt von konjunkturellen Schwankungen. Soweit zumindest die Einschätzung von Christian Büttner, dem Geschäftsführer des Hamburger Initiators EEH Elbe Emissionshaus.

„Flexible Transportkonzepte sind gefragt“

Den Grund für die Sonderstellung der Mehrzweckfrachter sieht Büttner in der Flexibilität der Schiffe. So seien sie in der Lage, unterschiedlichste Ladungstypen zu befördern, egal ob Schüttgüter, Stückgut oder Container. Darüber hinaus könnten die verschiedenen Frachten bei Bedarf auch kombiniert werden. Auf diese Weise ergebe sich die Möglichkeit, je nach Marktlage in Segmente auszuweichen, die jeweils die höchsten Frachtraten bieten.

Für die Zukunft sieht Büttner noch Potenzial: „Die anhaltend hohen Investitionen in die Erschließung von Öl- und Gasvorkommen, in Kraftwerke und Windparks sowie in den weltweiten Ausbau von über 60 Häfen werden weiterhin für ein positives Marktumfeld sorgen und die Multipurpose-Charterraten auch langfristig stabil halten“, glaubt der EEH-Geschäftsführer.

„Bedarf nicht durch Neubauvolumen gedeckt“

Der positiven Marktentwicklung zum Trotz laufen in den kommenden Jahren deutlich weniger Mehrzweckfrachter vom Stapel als beispielsweise Containerschiffe. Einer aktuellen Studie des Bremer Instituts für Seeverkehr und Logistik (ISL) zufolge reichen die derzeitigen Neubestellungen kaum um die aktuelle Flottengröße zu erhalten. (hb)

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